BMW R 12 G/S

Kategorie: Retro • Baujahr: 2026

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BMW R 12 G/S

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BMW R 12 G/S (2026): Retro-Enduro mit echtem Boxer-Charakter

Sie zielt auf Fahrer, die klassische Optik wollen, aber moderne Assistenz und ein robustes Fahrwerk für Schotter und Landstraße erwarten.

Man merkt sofort, dass hier nicht einfach eine R 12 mit Stollenoptik hingestellt wurde, sondern eine eigenständige Interpretation der G/S-Idee. Der luft-/ölgekühlte Boxer liefert 109 PS (80 kW) und 115 Nm und passt mit seinem kräftigen Mitteldrehzahl-Schub perfekt zu Landstraße und Schotterpisten. Mit 216 kg bleibt sie kein Leichtgewicht, wirkt aber in Bewegung erstaunlich handlich, weil die Ergonomie viel Kontrolle über das Vorderrad gibt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h, doch der eigentliche Sweet Spot ist das schnelle, flüssige Fahren auf winkligen Strecken, wo Gripgefühl und Stabilität beim Anbremsen zählen. Als Retro-Allrounder sitzt sie damit genau dort, wo viele Fahrer heute hinwollen: weniger Elektronik-Overload als die Reiseenduro-Königsklasse, aber deutlich mehr Substanz als ein reiner City-Scrambler.

“The new BMW R 12 G/S is much more than just a visual tribute to its predecessor from 45 years…

Forbes: BMW Goes Retro Again With New R 12 G/S, A Homage To 1980s ADV Models · Quelle ansehen

Technische Daten

Leistung

109PS(80 kW)

Drehmoment

115Nm

Hubraum

1.170ccm

Gewicht

216kg

Max. Drehzahl

7.000rpm

Top Speed

210km/h

Tank

15,5l

Verbrauch

5,1l/100km

Reichweite

km

Preis

16.990 €

Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.

NBNL Expertenmeinung

Die R 12 G/S steht für mich im Segment der Retro-Enduros genau zwischen Lifestyle-Scrambler und echter Reiseenduro: gemacht für Leute, die bewusst weniger Verkleidung, mehr Mechanikgefühl und trotzdem ernsthafte Offroad-Optionen wollen. Auf der Straße fährt sie sich wie ein aufgeräumter Boxer mit breitem Lenker: aus der Kurve heraus dieser typische Punch aus dem Keller, dazu ein sattes, leichtes Einlenken, wenn du den Blick früh setzt und den Druck auf der Außenraste hältst. Beim Anbremsen bleibt sie stabil, und du kannst den Bremspunkt erstaunlich spät legen, ohne dass die Front nervös wirkt. Auf losem Untergrund gefällt mir die klare Rückmeldung; der Kardanantrieb nimmt Lastwechsel gelassen, solange man sauber am Gas bleibt. Gegen eine Ducati Scrambler 1100 wirkt sie erwachsener und geländefokussierter, gegen eine Triumph Scrambler 1200 weniger „Stunt“, dafür boxer-typisch souverän und langstreckentauglich. Eine R 1300 GS ist das nicht – aber genau das ist der Reiz: weniger Overkill, mehr Fahrgefühl.

NBNL Fazit

Wer Retro will, aber nicht nur fürs Café, bekommt hier eine stimmige, robuste Allroad mit echtem Boxer-Charakter. Sie fährt sich auf kurvigen Straßen druckvoll und stabil und lässt auf Schotter mehr zu, als die Optik allein verspricht. Als Alternative zur großen GS ist sie bewusst puristischer. Entscheidend wird sein, wie konsequent man sie ausstattet.

Meinungen im Netz

Im Netz wird die R 12 G/S vor allem als bewusste Rückbesinnung auf die ursprüngliche G/S-Idee eingeordnet: klassische Enduro-Optik, aber mit moderner Technik und Assistenzsystemen, die in dieser Retro-Klasse inzwischen erwartet werden. Mehrere Artikel betonen den 1.170-cm³-Boxer mit 109 PS und 115 Nm sowie den Fokus auf Offroad-Ergonomie und Fahrwerkslayout mit 21-Zoll-Vorderrad als klares Signal, dass es nicht nur um „Scrambler-Show“ geht. Positiv hervorgehoben werden außerdem die wählbaren Fahrmodi inklusive Enduro/Enduro Pro (je nach Ausstattung) und ABS Pro als Sicherheitsnetz auf wechselnden Untergründen. Gleichzeitig wird sie in Kommentaren oft als „Alternative zur großen GS“ beschrieben: weniger Reiseenduro-Monolith, mehr Purismus – mit dem Hinweis, dass Preis und Optionen das Retro-Konzept schnell in Premium-Sphären schieben können. Unterm Strich: viel Zuspruch für Design und Konzeptnähe zur Historie, gepaart mit der Erwartung, dass sie sich eher als sportlich-klassische Allroad denn als Weltreise-Gerät positioniert.

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