Ducati DesertX Rally

Kategorie: Rally Enduro • Baujahr: 2024

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Ducati DesertX Rally

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Ducati DesertX Rally (2024): Rally-Genetik mit echter Offroad-Kante

Die Rally-Version macht aus der DesertX ein spürbar präziseres, härteres Werkzeug für Schotter, Sand und schnelle Pisten – ohne den Straßenspaß zu verlieren.

Schon nach den ersten Kilometern wird klar, dass hier nicht nur eine Lackierung verkauft wird, sondern ein spürbar schärferes Setup. Der 937-cm³-V2 (Euro 5) liefert 110 PS (81 kW) und 92 Nm so, dass man auf losem Untergrund mit dem Gas sehr fein „malen“ kann, während auf Asphalt genug Druck für zügige Überholmanöver da ist. Das Fahrwerk ist der Star: Es bleibt im Gelände stabil, bietet Reserven bei harten Kanten und wirkt auf der Straße weniger schwammig als viele hochbeinige Adventure-Bikes. Mit 211 kg und einer Höchstgeschwindigkeit um 217 km/h ist sie keine Leichtenduro, aber sie kaschiert Masse erstaunlich gut, solange man in Fahrt bleibt. Im Markt sitzt sie zwischen den kompromisslosen Offroad-Adventure-Benchmarks (KTM 890 Adventure R) und den alltagstauglicheren Reiseenduros, nur eben mit klarer Rally-Schlagseite und Ducati-typischem Sportgefühl.

„Off-road, the DesertX Rally is a sublime machine, with a suspension and chassis set-up that allows the Rally to be…

Motorcycle News: 2024 Ducati DesertX Rally review · Quelle ansehen

Technische Daten

Leistung

110PS(81 kW)

Drehmoment

92Nm

Hubraum

937ccm

Gewicht

211kg

Max. Drehzahl

9.000rpm

Top Speed

217km/h

Tank

21l

Verbrauch

5,6l/100km

Reichweite

375km

Preis

21.890 €

Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.

NBNL Expertenmeinung

Neulich im Feierabendverkehr hat’s mich wieder erwischt: an der Ampel hochbeinig thronen, Kupplung fein dosieren, und sobald die Stadt ausdünnt, zieht die DesertX Rally mit diesem kernigen V2-Punch sauber aus dem Drehzahlkeller. Auf der Landstraße fällt mir vor allem die Front auf: Sie wirkt ungewöhnlich ruhig und zielgenau, selbst wenn ich spät anbremsen muss und das Vorderrad über Flickenteppich läuft. In schnellen Kurven bleibt sie stabil, kippt aber willig in die Linie, ohne dieses kippelige „21-Zoll-Gefühl“, das viele Rally-Enduros auf Asphalt mitbringen. Offroad ist der Unterschied zur Standard-DesertX noch deutlicher: mehr Reserven, mehr Support im harten Einschlag, und beim Anbremsen in losem Schotter weniger Nicken. Gegen KTM 890 Adventure R und Husqvarna Norden 901 wirkt die Ducati weniger „Traktor“, dafür präziser und sportlicher; zur Yamaha Ténéré 700 ist sie das deutlich potentere, aber auch anspruchsvollere Gesamtpaket. Wer Rally-Enduro sagt und wirklich fährt, bekommt hier Substanz – nicht nur Optik.

NBNL Fazit

Wer wirklich Schotter fräst und trotzdem Kurven auf Asphalt genießen will, findet hier eine der sportlichsten Rally-Enduros der Klasse. Die Federungs-Reserven und die präzise Front sind ihr Trumpf. Alltag und Rangieren fordern wegen Höhe und Format Respekt. Teuer, ja – aber fahrdynamisch sehr überzeugend.

Meinungen im Netz

Im Netz ist der Tenor erstaunlich geschlossen: Viele Tests loben die DesertX Rally als deutlich offroad-orientierter als die Standardversion, vor allem wegen der strafferen, standfesten KYB-Federelemente und der insgesamt höheren Präzision auf schnellen Pisten. Motorcycle News betont das sehr hohe Vertrauen und die Kontrolle im Gelände sowie die weiterhin starke Performance auf Asphalt, kritisiert aber auch Punkte wie Komfortdetails und praktische Themen rund um Langstrecke. RideApart beschreibt die Rally als „DesertX auf Steroiden“ und hebt die Kontrolle der Federung über sehr unterschiedliche Untergründe hervor, merkt aber an, dass die extreme Sitzhöhe im Alltag und bei Manövern ein echter Faktor ist. 1000PS ordnet sie als sportlichstes Bike im Vergleichsfeld ein und lobt die Balance aus Sport und Komfort, sieht jedoch den Preis als klaren Haken. Ducati selbst positioniert das Modell als Rally/Offroad-Spitze innerhalb der DesertX-Familie und unterstreicht die Hardware-Upgrades und den Fokus auf Geländeeinsatz.

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