Ducati Diavel V4 RS
Kategorie: Streetfighter • Baujahr: 2026
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Ducati Diavel V4 RS (2026): Superbike-Herz im Muscle-Cruiser
Die Diavel V4 RS mischt brachialen Punch mit erstaunlicher Präzision und fühlt sich eher nach Streetfighter im Maßanzug als nach Cruiser an.
Schon nach den ersten Kilometern wird klar, dass hier nicht nur Optik verkauft wird, sondern ein echtes Performance-Konzept. Der V4 hängt gierig am Gas, und die RS wirkt so, als hätte man die Diavel auf Sportbetrieb „nachgeschärft“, ohne den langen Atem für entspanntes Rollen zu verlieren. In schnellen Kurvenkombinationen bleibt sie stabil und gibt mir ein sauberes Feedback, während sie beim Rausbeschleunigen diesen kernigen, hochdrehenden Nachdruck liefert. Die Ergonomie passt für viele Körpertypen besser als man bei der Silhouette erwartet, und die Elektronik wirkt wie ein Sicherheitsnetz, das man spürt, aber nicht ständig bemerkt. Wer von einer Streetfighter V2 kommt, erlebt einen deutlichen Sprung in Autorität; wer von der Streetfighter V4 S kommt, erkennt die Verwandtschaft im Motorcharakter, aber mit mehr „Muscle“-Gelassenheit.
„From 0 to 60 in just 2.43 seconds (0-100 km/h in 2.5 seconds).“
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Technische Daten
Leistung
Drehmoment
Hubraum
Gewicht
Max. Drehzahl
Top Speed
Tank
Verbrauch
Reichweite
Preis
Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.
NBNL Expertenmeinung
Im Stadtverkehr fällt mir als Erstes auf, wie leicht sich die RS trotz breitem Auftritt anfühlt: Kupplungshand entspannt, Gasannahme sauber, und beim Einlenken an der Ampel wirkt sie überraschend neutral. Sobald die Straße aufmacht, kommt dieses Desmosedici-Stradale-Feeling durch: oben raus dreht sie freier, aggressiver, und der Punch beim Rausbeschleunigen aus mittleren Kurven ist mehr „Superbike-DNA“ als „Powercruiser-Show“. Auf der Landstraße kann ich später bremsen, weil die Front beim Ankern stabil bleibt, und beim Umlegen kippt sie nicht widerwillig, sondern folgt klar dem Druck am Lenker. Gegen eine Streetfighter V4 S (2023) wirkt die RS weniger nervös und komfortabler, aber nicht so messerscharf im letzten Meter Kurveneingang. Gegen Streetfighter V2/V2 S (2025) spielt sie in einer anderen Liga beim Durchzug und bei der Souveränität, fordert dafür mehr Respekt am Gasgriff.
NBNL Fazit
Das ist die Diavel für alle, denen die normale V4 zu höflich ist. Sie kombiniert brutalen Vortrieb mit erstaunlich sauberer Linie in der Kurve und wirkt dabei hochwertig bis ins Detail. Gegenüber einer Streetfighter bleibt sie komfortabler, aber immer noch sehr sportlich. Teuer, klar positioniert, und genau deshalb konsequent.
Meinungen im Netz
Im Netz wird die Diavel V4 RS vor allem als „Diavel mit Panigale-Herz“ eingeordnet: Motorcycle News betont den Wechsel auf den Desmosedici Stradale, die höhere Spitzenleistung und den Fokus auf noch mehr Beschleunigung sowie die RS-spezifischen Komponenten und Elektronik inklusive Race-Modus. Ducati selbst stellt die RS als nummerierte, besonders hochwertige Ausbaustufe dar und hebt neben der extremen 0–60/0–100-Performance die sportorientierte Elektronik, Öhlins-Fahrwerk und Gewichtsersparnis durch Carbonteile hervor. Autoevolution greift ebenfalls die sehr starke Beschleunigung und den sportlichen Anspruch auf und ordnet das Paket als High-End-Powercruiser mit umfangreichen Assistenzsystemen und Premium-Hardware ein. Unterm Strich ist der Tenor: weniger „Show-Cruiser“, mehr „Performance-Monster“, das trotzdem alltagstauglicher bleibt als ein reines Naked-Superbike, aber preislich und vom Anspruch klar im Top-Regal spielt. Quellen: motorcyclenews.com; autoevolution.com; autoevolution.com.
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