Harley CVO™ Road Glide™

Kategorie: Grand American Touring • Baujahr: 2025

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Harley CVO™ Road Glide™

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Harley CVORoad Glide™ (2025): Luxus-Bagger mit echtem Kurvenwillen

Im Alltag wirkt sie riesig, auf der Landstraße überrascht sie mit Stabilität, Druck aus dem Keller und einer erstaunlich präzisen Front.

Schon nach den ersten Kilometern fällt auf, wie konsequent Harley hier auf Premium getrimmt hat: Optik, Lacktiefe und Details wirken wie aus einem Guss. Der Milwaukee-Eight VVT 121 schiebt mit viel Drehmoment an, aber ohne ruppige Kante; das macht sie auf langen Etappen entspannt und in Kurven gut dosierbar. Die feste Sharknose-Verkleidung hält den Oberkörper ruhig, und bei höherem Tempo entsteht dieses „Zug auf Schienen“-Gefühl, das man von großen Tourern erwartet. Gleichzeitig ist sie kein reiner Autobahn-Dampfer: Mit klaren Linien am Bremspunkt und sauberem Druck am Lenker lässt sich die CVO erstaunlich exakt platzieren. Im Markt ist sie die luxuriöse Speerspitze der Grand-American-Touring-Fraktion und zielt direkt auf Fahrer, die maximale Ausstattung und Präsenz suchen, ohne gleich in ein vollverkleidetes Sporttouring-Konzept zu wechseln.

„The primary potential cause for disappointment is that the new 121 is supremely refined…“

Motorcycle News: 2024 Harley-Davidson CVO 121 Road Glide review | A new era · Quelle ansehen

Technische Daten

Leistung

117PS(86 kW)

Drehmoment

183Nm

Hubraum

1.977ccm

Gewicht

393kg

Max. Drehzahl

5.020rpm

Top Speed

200km/h

Tank

22,7l

Verbrauch

6l/100km

Reichweite

378km

Preis

47.950 €

Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.

NBNL Expertenmeinung

Im Stadtverkehr merke ich als Erstes: Das ist ein rollender Tresor mit Lenkeinschlag-Management – Rangieren braucht Planung, und an engen Ampelspuren fährst du besser vorausschauend. Sobald die Straße aufmacht, kippt die Stimmung: Die Sharknose-Verkleidung steht wie ein Schild im Wind, die Fuhre läuft stoisch geradeaus, und beim Rausbeschleunigen aus langen Kurven kommt dieser souveräne Punch, der eher „Schubwelle“ als „Kick“ ist. In schnellen Wechselkurven bleibt sie neutral, solange du sauber mit Blickführung und ruhigem Oberkörper arbeitest; hektische Impulse quittiert sie mit Massegefühl. Die Bremsen fühlen sich für Harley-Verhältnisse richtig erwachsen an, und die Front gibt beim Anbremsen mehr Vertrauen, als man bei 393 kg erwarten würde. Gegen eine Indian Challenger wirkt die CVO noch edler und komfortorientierter, während eine BMW K 1600 in Präzision und Leichtfüßigkeit kontert – dafür liefert die Harley dieses besondere, samtige Big-Twin-„Drehmoment-Immer-da“-Gefühl.

NBNL Fazit

Wer Luxus, Windschutz und dieses satte Big-Twin-Gefühl will, bekommt hier ein extrem rundes Gesamtpaket. Sie fährt sich stabil und überraschend präzise, verlangt aber Respekt beim Rangieren und in engen Kehren. Der Motor wirkt eher edel als brachial, liefert dafür jederzeit kontrollierbaren Schub. Teuer, ja – aber als „Factory-Custom ohne Basteln“ sehr stimmig.

Meinungen im Netz

In vielen Online-Tests wird die CVO Road Glide als „alles ab Werk“-Paket beschrieben: sehr hochwertige Oberflächen, viel Augenmerk auf Aerodynamik und ein deutlich moderneres Bedien- und Infotainment-Erlebnis mit großem Display und Skyline OS. Harley selbst stellt den Milwaukee-Eight VVT 121 als breites Leistungsband mit variabler Ventilsteuerung heraus und nennt 115 HP sowie 139 ft-lb Drehmoment, was in Europa als 117 PS und 183 Nm kommuniziert wird; dazu kommen hochwertige Fahrwerks- und Bremskomponenten. Motorcycle News betont am 121er vor allem die extreme Kultiviertheit und die nahtlose VVT-Charakteristik, merkt aber an, dass der Motor weniger „brutal“ wirkt, als man bei dem Hubraum erwartet. RevZilla ordnet die neue CVO-Generation zudem als Schritt in Richtung mehr Aero-Entwicklung, mehr Konnektivität und ein insgesamt „moderneres“ Touring-Konzept ein, bei dem Windschutz und Bedienlogik eine größere Rolle spielen als früher. Insgesamt ist der Tenor: sehr teuer, sehr komplett, erstaunlich souverän fahrbar – aber emotional eher „Premium-Glide“ als Krawall-Bagger.

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