Kawasaki Versys 1100 Tourer
Kategorie: Touring • Baujahr: 2026
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Kawasaki Versys 1100 Tourer (2026): Souverän statt spektakulär
Die große Versys bleibt ein Langstrecken-Tool mit viel Punch aus der Mitte, hoher Ruhe im Fahrwerk und Tourer-Komfort, der im Alltag wirklich zählt.
Man merkt ihr an, dass sie nicht auf Krawall gebürstet ist, sondern auf Strecke. Der Reihenvierzylinder hängt sauber am Gas und wirkt vor allem im mittleren Drehzahlbereich kräftig und kultiviert, was beim Überholen mit Gepäck richtig entspannt. In Kurven bleibt sie stabil, kippt willig in Schräglage und hält die Linie auch dann, wenn der Belag schlechter wird. Die Tourer-Ausrichtung spielt ihre Trümpfe auf langen Etappen aus: Windschutz, Sitzkomfort und Assistenzsysteme reduzieren Stress, statt ihn zu erzeugen. Wer von einer sportlichen Reiseenduro kommt, findet hier eher „Road-Adventure“ als Schotter-Drang, dafür aber eine sehr stimmige Alltags- und Urlaubsmaschine.
„At low revs the smoothness is surreal.“
Kawasaki Versys 1100 (2025) - Review (Bennetts BikeSocial) · Quelle ansehen
Technische Daten
Leistung
Drehmoment
Hubraum
Gewicht
Max. Drehzahl
Top Speed
Tank
Verbrauch
Reichweite
Preis
Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.
NBNL Expertenmeinung
Dieses IMU-gestützte Sicherheitsnetz ist das Detail, das ich auf der Versys 1100 Tourer sofort „spüre“: Nicht als Gimmick, sondern als ruhige Hand am Lenker, wenn’s in schnellen Wechselkurven unruhig wird oder der Asphalt wellig aufmacht. Auf meiner typischen Hausrunde fährt sie sich wie ein großer, gut ausbalancierter Sporttourer auf Stelzen: neutraler Einlenkimpuls, sauberer Gripaufbau, und beim Rausbeschleunigen dieser seidig-druckvolle Reihenvierer, der nicht schreit, sondern schiebt. Bremsen und Fahrstabilität passen zum Reisetempo; die Tourer-Ausrichtung belohnt frühe, runde Linien statt Supermoto-Hektik. Gegen eine BMW F 900 GS Adventure wirkt die Kawasaki auf Straße erwachsener und motorisch souveräner, aber weniger „Enduro-Charakter“. Neben einer KTM 1390 Super Adventure S (EVO) fehlt ihr der ganz große Punch und die Aggressivität – dafür liefert sie die entspanntere, langfristig angenehmere Art, Kilometer zu fressen.
NBNL Fazit
Die Versys 1100 Tourer (2026) ist für mich die Wahl für Fahrer, die schnell, sicher und entspannt reisen wollen. Sie glänzt mit kultiviertem Motor, stabiler Straßen-Performance und echter Langstrecken-Ergonomie. Gegen die KTM fehlt der Adrenalin-Kick, gegen die BMW der Offroad-Charme – dafür passt das Gesamtpaket auf Asphalt einfach auffallend gut.
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Meinungen im Netz
Im Netz zieht sich ein roter Faden durch viele Tests: Der Schritt zur 1100 wird weniger als Revolution, mehr als spürbare Verfeinerung beschrieben. Visordown betont die längeren oberen Gänge und die zusätzlichen Dämpfungsmaßnahmen, die bei Reisetempo Drehzahl, Vibrationen und Geräusch senken sollen, was die Maschine tourentauglicher macht. Bennetts lobt die sehr geschmeidige Laufkultur untenrum und die überraschend kräftige Beschleunigung trotz stattlichem Gewicht, also genau diese „unaufgeregte“ Souveränität. Motorcycle News hebt die Ausstattung der SE/S-Linie mit Elektronikpaket und (je nach Variante) semiaktivem Fahrwerk sowie die Tourer-Pakete hervor und ordnet die Versys als komfortorientierten Kilometerfresser ein. 1000PS verweist darauf, dass optisch wenig passiert, intern aber deutlich an Drehmoment im relevanten Bereich gearbeitet wurde; dazu kommt die typische Versys-Ergonomie als Pluspunkt. Unterm Strich: sehr stark auf Straße und Reise, weniger auf Offroad-Ambitionen, und 2026 eher Modellpflege/Varianten- und Farbthema als harte Neuentwicklung.
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