Triumph ROCKET 3 STORM GT
Kategorie: Rocket 3 • Baujahr: 2024
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Triumph Rocket 3 Storm GT (2024): Muskel-Cruiser mit Feinschliff
Die Storm GT kombiniert brachialen Punch mit überraschend viel Kontrolle und wirkt trotz ihrer Wucht fahrbarer, als ihr Auftritt vermuten lässt.
Man steigt auf, rollt los und merkt sofort: Das ist kein Cruiser zum Bummeln, sondern ein Muscle-Bike mit Langstrecken-Genen. Der 2.458-cm³-Dreizylinder liefert seine Gewalt nicht nervös, sondern wie eine Druckwelle, die sich jederzeit abrufen lässt. In schnellen Bögen liegt die GT stabil und vermittelt viel Sicherheit, während enge Wechselkurven eher nach einem entschlossenen Fahrstil verlangen. Die Ergonomie der GT zielt klar auf entspanntes Sitzen, ohne dass das Motorrad dadurch schwammig wirkt. Wer von sportlichen Naked Bikes kommt, muss den Rhythmus anpassen, bekommt dafür aber ein Fahrerlebnis, das sich in dieser Form kaum ein anderes Serienmotorrad traut.
„…more power, better handling and a dark, moody colour scheme.“
Triumph Motorcycles – The Storm is Coming (28.03.2024) · Quelle ansehen
Technische Daten
Leistung
Drehmoment
Hubraum
Gewicht
Max. Drehzahl
Top Speed
Tank
Verbrauch
Reichweite
Preis
Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.
NBNL Expertenmeinung
Punch ab Standgas, ein sattes Vorderradgefühl und diese eigenartige Mischung aus Gelassenheit und Gewalt: Genau so fährt sich die Rocket 3 Storm GT für mich. In engen Kurven ist sie kein Tänzer, aber sie lässt sich sauber auf Linie zwingen, wenn ich früh und klar einlenke und den Druck am breiten Lenker bewusst setze. Grip kommt eher über Ruhe als über Hektik; der lange Radstand stabilisiert, und beim Herausbeschleunigen fühlt sich das wie ein Gummiband an, das plötzlich loslässt. Beim Anbremsen plane ich einen Tick früher, weil Masse eben Masse bleibt, dafür ist die Verzögerung sehr vertrauenerweckend und gut dosierbar. Auf der Landstraße glänzt die GT mit „Sofa-Tempo“ und dann diesem unverschämten Durchzug, der jede Überhollücke kürzer macht. Im Markt ist sie weniger klassischer Powercruiser wie eine Harley, sondern eher die extreme Alternative zur Ducati Diavel: noch mehr Charakter über Hubraum und Drehmoment, weniger Sport-Posing, mehr Muscle-Bike-Aura.
NBNL Fazit
Die Storm GT ist ein Statement: riesiger Charakter, riesiger Schub, erstaunlich viel Kontrolle. Sie verlangt Respekt bei Tempo- und Linienwahl, belohnt aber mit einem der eindrucksvollsten Antriebe am Markt. Für Genießer von Drehmoment und Präsenz ist sie fast alternativlos. Wer Leichtigkeit sucht, schaut besser woanders.
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Meinungen im Netz
In den Online-Tests und Berichten wird die Storm GT vor allem als konsequente Evolution gesehen: mehr Spitzenleistung und ein spürbar satter, „reicher“ Mitteldruck, der das Fahren im Alltag extrem entspannt macht. Triumph selbst stellt die Leistungs- und Drehmomentsteigerung sowie die neue, dunklere Optik in den Vordergrund und betont die bessere Agilität über die überarbeiteten Räder und reduzierte ungefederte Massen. MOTORRAD beschreibt die Rocket weiterhin nicht als handlich, aber als erstaunlich gut fahrbar, sobald man ihr klare Ansagen gibt; besonders gelobt wird der geschmeidige Motorlauf schon bei sehr niedriger Drehzahl und die Wucht aus dem Keller. MCN hebt die üppige Serienausstattung und die Assistenzsysteme positiv hervor, kritisiert aber je nach Anspruch den hohen Preis und nennt als Praxis-Themen Verbrauch und Reifenverschleiß bei sportlicher Gangart; außerdem wird angemerkt, dass ein Quickshifter nicht Serie ist. Unterm Strich ist der Tenor: spektakulärer Antrieb, überraschend kontrollierbares Gesamtpaket, aber nichts für Sparfüchse oder Leichtgewichts-Fetischisten.
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