KTM 1290 Super Duke GT
Kategorie: Sport Touring • Baujahr: 2024
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KTM 1290 Super Duke GT (2024): Sporttourer mit Raketenantrieb
Die 2024er GT verbindet brutalen LC8-Punch mit echter Langstrecken-Ergonomie und setzt dabei stärker auf Elektronik-Feinschliff als auf Verzicht.
Schon beim ersten Herausbeschleunigen aus der Ortschaft wird klar, worum es hier geht: Druck, sofort und ohne Ausreden. Auf der Landstraße fühlt sich die GT wie ein Sportgerät mit Touring-Option an, weil sie sich willig in Schräglage ziehen lässt und dabei stabil bleibt, wenn der Asphalt wellig wird. Die semiaktive Abstimmung nimmt Stress aus schlechten Belägen, ohne das Vorderradgefühl komplett zu glätten, und genau das macht lange Tage angenehm. Elektronik und Bedienlogik sind deutlich mehr „Reise-Cockpit“ als früher, was im Alltag wirklich hilft, statt nur Prospekt-Futter zu sein. Als Gesamtpaket ist sie weniger Adventure als der Kontext vermuten lässt, sondern klar Sporttourer: niedriger Fokus auf Offroad, hoher Fokus auf Tempo, Windschutz und Reichweite.
„KTM told us the Super Duke GT project was an attempt at bridging the 'impossible gap' between fun riding [and]…
First ride: KTM 1290 Super Duke GT review | Visordown · Quelle ansehen
Technische Daten
Leistung
Drehmoment
Hubraum
Gewicht
Max. Drehzahl
Top Speed
Tank
Verbrauch
Reichweite
Preis
Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.
NBNL Expertenmeinung
Dieses 7-Zoll-TFT wirkt wie ein Cockpit-Upgrade aus einer anderen Liga – und genauso fährt sich die GT: groß, ernsthaft und trotzdem erstaunlich präzise. Ich mag an ihr, dass sie nicht „Touring light“ spielt, sondern Kurven frisst, als hätte sie keinen Kofferträger. Im mittleren Drehzahlbereich drückt der V2 so satt, dass ich aus Kehren oft einen Gang höher fahren kann und trotzdem diesen Punch am Hinterrad habe. In schnellen Wechselkurven bleibt sie stabil, die Front fühlt sich klar an, und beim harten Anbremsen kann ich den Bremspunkt spät setzen, ohne dass das Bike nervös wird. Gleichzeitig ist die Ergonomie langstreckentauglich genug, dass ich nach zwei Stunden nicht das Gefühl habe, von einem Nakedbike verprügelt worden zu sein. Gegen eine BMW R 1250 RS wirkt sie wilder und aggressiver, gegen eine Ducati SuperSport 950 deutlich brachialer – aber auch weniger „italienisch geschniegelt“. Wer Sporttouring als „schnell reisen“ versteht, findet hier ein sehr spezielles, sehr KTM-typisches Werkzeug.
NBNL Fazit
Wenn ich schnell und weit fahren will, ohne auf dieses V2-Grollen und den brutalen Punch zu verzichten, ist die GT eine der spannendsten Optionen. Sie ist nicht die leichteste oder dezenteste Wahl, aber eine der emotionalsten. Wer Premium-Finish über alles stellt, schaut eher zu BMW oder Ducati. Wer Kurvenhunger mit Langstrecke koppeln will, wird hier sehr glücklich.
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Meinungen im Netz
In Tests wird die 1290 Super Duke GT (2024) häufig als sehr konsequenter Sporttourer beschrieben: viel Leistung, sehr breites nutzbares Band und ein Fahrwerk, das sportliches Tempo mit Komfort verbinden soll. Visordown lobt Handling, Komfort und den Charakter des Motors, merkt aber auch an, dass der Preis hoch ist und die Anmutung/Finish nicht zwingend auf dem Niveau mancher Premium-Konkurrenten liegt. In der Visordown-News zur Vorstellung werden die umfangreichen Assistenzsysteme, semiaktives WP-Fahrwerk, Quickshifter, Tempomat sowie Touring-Features wie Heizgriffe und Kurvenlicht als zentrale Punkte herausgestellt. KTM selbst betont die Langstrecken-Ausrichtung („Long Distance Beast“), die neue 7-Zoll-TFT-Generation samt Navigation/Performance-Funktionen und die auf Emissionen optimierte, dennoch kräftige LC8-Abstimmung. Insgesamt entsteht online das Bild einer sehr schnellen, elektronisch stark aufgerüsteten Reisewaffe, die eher über Charakter und Tempo punktet als über maximalen Understatement-Luxus.
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