Ducati DesertX
Kategorie: Ducati • Baujahr: 2026
© Bildrechte bei Ducati Motorrad. Verwendung mit Quellenhinweis zu redaktionellen Zwecken.
Galerie
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Ducati DesertX (2026): mehr Offroad-Klarheit, weniger Kompromiss
Die zweite Generation setzt auf den neuen 890er V2, spürbar straffere Kontrolle und ein Setup, das Kurvenhunger und Schotterdrift besser zusammenbringt.
Schon nach den ersten Kilometern fällt auf, wie geschlossen das Gesamtpaket wirkt: Motor, Fahrwerkgefühl und Elektronik greifen harmonischer ineinander. Der 890-cm³-V2 (110,3 PS/81,1 kW, 92 Nm) liefert einen kräftigen, gut dosierbaren Schub, der in engen Kehren ebenso hilft wie beim Herausbeschleunigen auf losem Untergrund. Mit 209 kg und rund 200 km/h Höchstgeschwindigkeit bleibt sie eine echte Reise-Option, fühlt sich aber weniger nach „großer Brocken“ an, wenn du aktiv fährst. Die Abstimmung zielt klar auf Offroad-Kontrolle, ohne auf Asphalt den Ducati-typischen Präzisionsanspruch zu verlieren. Abgasnorm Euro 5+ ist gesetzt, und damit ist die 2026er auch formal auf der Höhe der Zeit.
„Ducati shortened the DesertX’s first four gears for off-road performance and elongated the sixth gear for improved fuel consumption.“
2026 Ducati DesertX first look: Lighter, tighter, and $2,000 less - RevZilla · Quelle ansehen
Technische Daten
Leistung
Drehmoment
Hubraum
Gewicht
Max. Drehzahl
Top Speed
Tank
Verbrauch
Reichweite
Preis
Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.
NBNL Expertenmeinung
Dieses Monocoque-Layout mit Airbox im Rahmen ist das Detail, das bei der 2026er sofort hängen bleibt: Du sitzt gefühlt „näher am Kern“, und genau so fährt sie auch. Auf meiner Hausrunde mit schnellen Wechselkurven wirkt die Front ruhiger beim Anbremsen, ohne dass die DesertX ihren spielerischen ADV-Punch verliert. Der V2 schiebt aus der Mitte sauberer an, weniger dieses „erst warten, dann wach“ – gerade am Kurvenausgang, wenn du früh ans Gas gehst und Traktion suchst. Im Stehen offroad passt die Ergonomie besser zum aktiven Fahren: Kniekontakt, Lenkerzug, Gewichtsverlagerung – alles wirkt weniger nach Reiseenduro und mehr nach Rallye-Intention. Gegen KTM 890 Adventure R bleibt Ducati emotionaler und präziser im Gefühl fürs Vorderrad, gegen Yamaha Ténéré 700 klar stärker und elektronisch reifer; dafür ist sie weiterhin die anspruchsvollere Wahl, wenn du es wirklich leicht und simpel willst.
NBNL Fazit
Wer eine Adventure will, die sich nicht nur nach Fernweh, sondern nach Fahrtechnik anfühlt, wird hier sehr glücklich. Die 2026er wirkt kontrollierter, mittiger im Punch und insgesamt „aufgeräumter“ im Handling. Gegen die Konkurrenz punktet sie mit Gefühl, Elektronik und Charakter, verlangt aber weiterhin einen Fahrer, der mitarbeitet. Für mich: die DesertX wird erwachsener, ohne brav zu werden.
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Meinungen im Netz
Im Netz wird die 2026er DesertX vor allem als konsequenter Generationswechsel eingeordnet: neuer 890-cm³-V2, Monocoque-Rahmen und ein klarer Fokus auf bessere Kontrollierbarkeit im Gelände, ohne den Straßen-Charakter zu verlieren. Ducati selbst betont die breitere Nutzbarkeit des Drehmoments und die Offroad-orientierte Auslegung samt Elektronikpaket und Ergonomie-Feinschliff. RevZilla hebt neben dem neuen Antrieb auch die geänderte Getriebeabstufung hervor (kurze erste Gänge, längerer sechster) und ordnet das Paket als „tighter“ ein, mit Blick auf Alltag und Reiseetappen. Gazzetta.it argumentiert ähnlich und stellt besonders die kräftigere Mitte sowie die Zielrichtung „mehr Offroad, weniger Trägheit“ in den Vordergrund; außerdem wird die Markteinführung in Europa im Frühjahr 2026 thematisiert. Unterm Strich: Viele Stimmen sehen die DesertX 2026 näher an einer Rallye-inspirierten Adventure als zuvor, während Details wie Gewichtsdiskussionen und die tatsächliche Spürbarkeit der Änderungen je nach Testerwartung unterschiedlich bewertet werden.
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