Ducati Panigale V2 S

Kategorie: Supersport • Baujahr: 2025

Hersteller-Seite
Ducati Panigale V2 S

© Bildrechte bei Ducati Motorrad. Verwendung mit Quellenhinweis zu redaktionellen Zwecken.

Ducati Panigale V2 S (2025): weniger Drama, mehr Tempo

Die neue V2 S fährt sich leichter, zugänglicher und auf der Landstraße schneller, als es die nackten Zahlen vermuten lassen.

Man spürt sofort, dass Ducati hier nicht einfach „eine kleinere V4“ bauen wollte, sondern eine Supersport, die auf der Straße wirklich funktioniert. Der Motor hängt sauber am Gas und schiebt aus der Mitte so kräftig, dass du Kurven oft einen Gang höher fahren kannst, ohne dass Spannung verloren geht. In Schräglage bleibt das Fahrwerk stabil und gibt Grip-Feedback, das Vertrauen schafft, während die Assistenzsysteme eher wie ein Sicherheitsnetz wirken als wie ein Maulkorb. Beim Anbremsen lässt sie sich präzise in die Linie drücken, und beim Umlegen wirkt sie auffallend leichtfüßig. Die V2 S ist damit weniger „Held auf dem Datenblatt“, dafür ein Motorrad, das dich schneller und länger fahren lässt.

“It’s truly a machine that can pull double duty better than anything else in this comparison, by a longshot.”

Ducati Panigale V2 – Track Shootout Champion & Performance (Ducati.com, Zitat aus Motorcycle.com) · Quelle ansehen

Technische Daten

Leistung

120PS(88 kW)

Drehmoment

93Nm

Hubraum

890ccm

Gewicht

179kg

Max. Drehzahl

10.750rpm

Top Speed

252km/h

Tank

15l

Verbrauch

5,3l/100km

Reichweite

283km

Preis

19.190 €

Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.

NBNL Expertenmeinung

Dieser hochgezogene Lenkerstummel ist der Moment, in dem du verstehst, was Ducati mit der V2 S vorhat: nicht mehr „Kopf runter um jeden Preis“, sondern Kontrolle, Gefühl und Tempo aus dem Handgelenk. In schnellen Wechselkurven kippt sie mit einer 250-GP-Leichtigkeit von der einen auf die andere Flanke, ohne dabei nervös zu werden, und genau da glänzt das neue Konzept: weniger Spitzenleistung, aber mehr nutzbarer Punch aus der Mitte. Beim Rausbeschleunigen kannst du früher ans Gas, weil das Chassis transparent Rückmeldung gibt und die Elektronik nicht „zudeckt“, sondern sauber im Hintergrund aufräumt. Auf der Bremse lässt sie sich präzise an den Scheitelpunkt tragen; du setzt den Bremspunkt später, weil Stabilität und Hebelgefühl zusammenpassen. Gegen eine Yamaha R9 oder Aprilia RS 660 wirkt die Ducati erwachsener und hochwertiger im Fahrwerk, gegen eine ZX-6R weniger kreischig, dafür auf realen Straßen deutlich entspannter – und genau das macht sie 2025 so gefährlich schnell.

NBNL Fazit

Unterm Strich ist das eine Supersport, die 2025 erwachsen geworden ist. Sie fühlt sich leicht an, lenkt messerscharf und liefert nutzbaren Punch statt Show-Drehzahl. Wer maximale Spitzenleistung sucht, greift anderswo; wer echte Pace auf Straße und Trackdays will, bekommt hier ein sehr rundes Paket. Für mich eine der stimmigsten Ducati-Ideen der letzten Jahre.

Meinungen im Netz

Im Netz zieht sich ein roter Faden durch viele Tests: Die 2025er Panigale V2 S wird als radikal neu gedacht beschrieben, mit klarer Priorität auf geringeres Gewicht, bessere Ergonomie und mehr Alltagstauglichkeit, ohne den Sportbike-Charakter zu verlieren. Cycle News betont, dass der Leistungsrückgang gegenüber der alten 955er in der Praxis durch die Gewichtsabnahme und die leichtere Fahrbarkeit kompensiert wird; außerdem wird die aufrechtere Sitzposition als echter Gamechanger für längere Turns und Straßenkilometer gesehen. Bennetts ordnet das Modell als „weniger ist mehr“-Ansatz ein und diskutiert die neue Positionierung im Markt, inklusive der Idee, dass die V2 künftig auch die Lücke der Supersport 950 schließt. Visordown hebt die V4-nahe Elektronik und die deutlich weniger extreme Ergonomie hervor und beschreibt das Paket als zugänglicher und nutzbarer, gerade abseits der Rennstrecke. MCN unterstreicht die hochwertige S-Ausstattung und die breite Elektronikpalette sowie Zubehörpakete, die das Track-Thema weiter zuspitzen.

Quelle ansehen

Lade Videos…