Honda CBR1000RR-R Fireblade

Kategorie: Hypersport • Baujahr: 2024

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Honda CBR1000RR-R Fireblade

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Honda CBR1000RR-R Fireblade (2024): Rasierklinge mit Rennsport-DNA

Die 2024er Fireblade ist spürbar schärfer abgestimmt, wirkt dabei kontrollierter am Kurveneingang und liefert brutal sauberen Punch am Kurvenausgang.

Schon nach den ersten Metern wirkt das Paket konzentrierter: weniger Nervosität, mehr klare Rückmeldung, vor allem wenn du sie hart auf die Bremse stellst und dann mit Restdruck einlenkst. Die Leistungsentfaltung bleibt hypersportlich, aber sie lässt sich aus Schräglage feiner dosieren, was am Kurvenausgang richtig Zeit und Nerven spart. Auf der Rennstrecke spielt sie ihre Stärken am deutlichsten aus: Stabilität bei Highspeed, saubere Linie in langen Radien und ein Vorderrad, dem man sich schneller anvertraut. Auf der Straße ist sie fahrbar, aber sie verlangt Disziplin, weil Tempo und Reserven sofort in Regionen gehen, die kaum noch „normal“ sind. Im Markt steht sie als kompromisslose Alternative zu S 1000 RR und RSV4: weniger Show, mehr chirurgische Präzision, mit einem sehr eigenen mechanischen Charakter.

„It handles better than ever and turns with the blink-of-the-eye precision of a race bike.“

2024 Honda CBR1000RR-R Fireblade SP review | Motorcycle News · Quelle ansehen

Technische Daten

Leistung

218PS(160 kW)

Drehmoment

113Nm

Hubraum

1.000ccm

Gewicht

200kg

Max. Drehzahl

14.000rpm

Top Speed

299km/h

Tank

20l

Verbrauch

6,7l/100km

Reichweite

299km

Preis

26.129 €

Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.

NBNL Expertenmeinung

Agilität wie am Skalpell, Punch wie ein Vorschlaghammer, dazu diese seltene Honda-Kontrolle: Genau so fühlt sich die 2024er Fireblade an, wenn du sie sauber auf Linie zwingst. In schnellen Wechselkurven kippt sie willig in Schräglage, bleibt aber stabil, sobald du am Scheitelpunkt früh ans Gas gehst. Der Gripaufbau wirkt transparent; du spürst, wie das Vorderrad Last annimmt, während hinten die Traktion nicht „klebt“, sondern arbeitet. Beim Anbremsen kannst du später stehen bleiben, weil das Fahrwerk mehr Ruhe ins Chassis bringt und du den Bremspunkt nicht mit Zittern bezahlst. Der Motorcharakter ist oben raus rennmäßig, aber das Entscheidende ist die bessere Dosierbarkeit aus der Kurve: weniger „On/Off“, mehr Zug, den du in Millimetern am Handgelenk portionierst. Gegen BMW S 1000 RR wirkt sie noch kompromissloser und direkter, gegen Ducati Panigale V4 weniger theatralisch, aber präziser im Gefühl für Vorderreifen und Linie.

NBNL Fazit

Wer Hypersport wirklich fährt statt nur besitzt, bekommt 2024 eine Fireblade mit mehr Gefühl, mehr Kontrolle und noch mehr Rennstrecken-Fokus. Sie belohnt saubere Bremspunkte, frühes, präzises Gas und klare Linienwahl. Für reine Landstraßen-Romantik ist sie fast zu scharf. Als Trackday-Waffe bleibt sie eine der stimmigsten Japanerinnen.

Meinungen im Netz

In den Online-Tests zieht sich ein roter Faden durch: Die 2024er Updates machen die Fireblade spürbar rennstreckentauglicher, ohne dass sie komplett unfahrbar auf der Straße wird. Motorcycle News lobt vor allem das extrem präzise Einlenken, mehr Gefühl durch das Chassis sowie die deutlich aufgewertete Bremsperformance und beschreibt die splitten Drosselklappen als echten Charaktergewinn, weil sie Dosierbarkeit und Sound-Erlebnis verbinden. Visordown betont ebenfalls den „Racebike“-Eindruck, den Klang trotz Euro-5+-Kontext und den Effekt der Split-Throttle-Logik auf Motorbremse und Fahrgefühl am Kurveneingang. 1000PS setzt einen kritischeren Akzent: Auf Landstraße und in engen Kurven sei die enorme Leistung samt sportlicher Übersetzung schnell „zu viel des Guten“, dazu kommen Hinweise auf straffe Ergonomie und hohe Kosten. Roadracing World ordnet die Modellpflege als Paket aus Motor-/Getriebe-Feinschliff, Aero-Update, Öhlins- und Brembo-Upgrade ein, mit dem Ziel, sowohl Racing als auch Road-Experience zu heben.

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