KTM 390 Adventure R
Kategorie: Adventure • Baujahr: 2026
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KTM 390 Adventure R (2026): Kleine Rallye, großer Charakter
Die 390 Adventure R fühlt sich wie eine echte Offroad-Ansage an, bleibt aber handlich genug, um auch auf der Hausrunde Spaß zu machen.
Wer eine leichte Reiseenduro sucht, die sich im Gelände nicht wie ein Kompromiss anfühlt, landet hier ziemlich schnell bei der richtigen Idee. Der neue 398,7-cm³-Einzylinder mit 45 kW (61,2 PS) und 39 Nm passt gut zum Anspruch: genug Druck für Überholmanöver und steile Schotteranstiege, ohne die Maschine kopflastig wirken zu lassen. Mit 176 kg fahrfertig bleibt sie in engen Passagen beherrschbar, und das Setup zielt klar auf Kontrolle statt nur Optik. Auf der Straße fährt sie präzise und sportlich, verlangt aber eher nach aktivem Fahrstil als nach entspanntem Dahingleiten. Im Markt sitzt sie zwischen „zu soft fürs Gelände“ und „zu kompromisslos fürs Reisen“ – und genau diese Kante macht sie für viele spannend.
„The KTM 390 Adventure R is a dirt-capable travel enduro with sporting ambitions.“
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Technische Daten
Leistung
Drehmoment
Hubraum
Gewicht
Max. Drehzahl
Top Speed
Tank
Verbrauch
Reichweite
Preis
Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.
NBNL Expertenmeinung
Agilität, Punch und Kontrolle: Genau so fühlt sich die 390 Adventure R für mich an, wenn der Untergrund von Asphalt auf Schotter kippt und ich das Vorderrad bewusst leicht mache. Der Einzylinder hängt sauber am Gas, wirkt lebendig aus dem Keller und hat oben raus diesen typischen KTM-Drang, noch einen Tick später zu bremsen und früher ans Gas zu gehen. In schnellen Kurven auf Landstraße steht sie stabil, aber nicht träge; in engen Kehren lenkt sie willig ein und lässt sich mit Druck am Lenker präzise auf Linie halten. Offroad mag ich die klare Rückmeldung vom Vorderrad und die hohe Reserven-Anmutung, wenn man mal zu spät dran ist oder eine Kante härter trifft. Gegen eine Royal Enfield Himalayan 450 wirkt sie sportlicher und direkter, gegen eine Honda CRF300L deutlich erwachsener und kräftiger – nur beim Langstrecken-Komfort muss man ehrlich sein: Das ist mehr Rallye-Gefühl als Sofa.
NBNL Fazit
Unterm Strich ist das eine kleine Adventure mit großem Offroad-Herz. Sie fährt sich leicht, direkt und erstaunlich erwachsen, wenn der Untergrund ruppig wird. Auf langen Autobahnetappen ist sie weniger zuhause als auf Schotter und Landstraße. Wer genau das sucht, bekommt ein sehr stimmiges Paket.
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Meinungen im Netz
Im Netz wird die 390 Adventure R vor allem als „echte“ Offroad-Variante wahrgenommen: Mehr Gelände-Fokus, 21/18-Zoll-Speichenräder und langhubiges Fahrwerk werden als klare Abgrenzung zur straßenorientierteren Adventure X/Standard-Linie beschrieben. Mehrere Berichte loben das leichte Handling im Gelände und die ergonomisch stimmige Offroad-Position, kritisieren aber eine eher spitze Leistungsentfaltung auf der Straße sowie Komfortthemen wie Ansprechverhalten und Vibrationen auf längeren Etappen. Außerdem taucht wiederholt der Hinweis auf, dass Ausstattungsdetails teils als Extras laufen und damit den Endpreis treiben können. In Community-Threads wird die R häufig als „perfekt“ für Fire Roads und leichte Trails eingeordnet; zugleich schwingt bei manchen Diskussionen Skepsis zu Verfügbarkeit, Service und typischen KTM-Kinderkrankheiten mit, auch wenn einzelne Nutzer von Updates/Abhilfen berichten. Insgesamt überwiegt die Einschätzung: sehr viel Offroad-Bike fürs Gewicht und die Klasse, mit ein paar Reise-Komfort-Abstrichen.
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