Ducati Hypermotard 698 Mono Nera: Schwarz-Rot ab Juni 2026
Komplett schwarze Lackierung, DQS und Termignoni-Schalldämpfer ab 13.990 Euro
Ducati erweitert die Hypermotard-Baureihe mit der neuen Hypermotard 698 Mono Nera. Komplett schwarze Lackierung, serienmäßiger DQS und homologierte Termignoni-Schalldämpfer – ab Juni 2026 zum Preis ab 13.990 Euro bei allen europäischen Händlern.
In Borgo Panigale wurde am 14. Mai 2026 die finale Version der Einzylinder-Modellfamilie vorgestellt. Die Nera komplettiert damit das Hypermotard-Lineup und richtet sich klar an Fahrer, die den Supermoto-Charakter mit einem eigenständigen, dunkleren Auftritt verbinden wollen.
Schwarz dominiert, Rot setzt Akzente
Die Lackierung lebt vom Kontrast: Schwarz bestimmt Tank, Verkleidung und Heck, während Räder und Rahmen in Ducati Red gehalten sind. Diese Kombination unterstreicht den Fokus auf Performance und gibt der Maschine einen markant aggressiven Auftritt – ohne in plakative Grafiken oder Sticker zu verfallen.
Auch die mitgelieferten Termignoni-Stahlschalldämpfer sind farblich konsequent eingebunden. Schwarze Oberflächen mit roten Details fügen sich nahtlos in das Designkonzept ein und werten das Heck zusätzlich auf. Die Schalldämpfer sind straßenzugelassen und gehören zur Serienausstattung.
Superquadro Mono: Einzylinder auf Panigale-Niveau
Unter dem Tank arbeitet der Superquadro Mono-Motor, der direkt vom Zweizylinder der 1299 Panigale abgeleitet ist. Übernommen wurden der 116-mm-Kolben, der Brennraum, Titan-Einlassventile, Stahl-Auslassventile sowie die desmodromische Ventilsteuerung – also genau die Technologie, die Ducati auch in der MotoGP einsetzt.
Das Ergebnis: 77,5 PS Spitzenleistung und eine maximale Drehzahl von 10.250/min. Damit setzt der Motor in der Einzylinder-Klasse einen Bestwert, der für ein straßenzugelassenes Serienmotorrad bisher nicht erreicht wurde.
Fahrfertig ohne Kraftstoff bringt die Maschine 151 kg auf die Waage. Möglich machen das ein Gitterrohrrahmen mit variablen Querschnitten und Wandstärken, Gussräder und Bremsscheiben mit Aluminiuminnenringen sowie eine leichte Zweiarmschwinge mit progressiver Umlenkung und voll einstellbarem Federbein.
Elektronik aus der V4-Welt
Das Elektronikpaket übernimmt Funktionen, die sonst nur in deutlich teureren Modellen zu finden sind. Vieles davon wurde aus der Panigale V4 adaptiert und für das Einzylinder-Konzept neu abgestimmt:
- Kurven-ABS mit Slide-by-Brake-Funktion für kontrollierte Drifts auf der Rennstrecke
- Ducati Traction Control
- Ducati Wheelie Control
- Engine Brake Control
- Ducati Power Launch
- Ducati Quick Shift (DQS) Up/Down – serienmäßig
In der niedrigsten Stufe erlaubt die Wheelie Control kontrollierte Wheelies. Wer die optionale Termignoni-Racing-Auspuffanlage (nur für die Rennstrecke, +7 PS) nutzt, schaltet zusätzlich die Wheelie-Assist-Funktion frei – die Elektronik hilft dann, längere Wheelies über die Drehmomentabgabe stabil zu halten.
Verfügbarkeit und Preis
Die Hypermotard 698 Mono Nera kommt ab Juni 2026 in den europäischen Handel. Der Einstiegspreis liegt bei 13.990 Euro. Über den Konfigurator auf Ducati.com lassen sich gefräste Aluminiumteile, ein Aluminium-Kennzeichenhalter sowie Racing-Sitzbänke und Fußrastenanlagen ergänzen.
Wer die Maschine vorher testen will: Über das DRE-Road-Programm bietet Ducati Fahrertrainings, in denen auch die Hypermotard-Modelle zum Einsatz kommen, Probefahrten beim Händler sind direkt online buchbar.
Fazit
Die Nera-Variante ist für mich der konsequenteste Auftritt der 698 Mono bisher. Wer den Supermoto-Charakter sucht, aber auf bunte Werksgrafik verzichten will, bekommt hier ein Motorrad, das optisch genauso direkt ist wie technisch. Dass DQS und Termignoni-Schalldämpfer ab Werk dabei sind, macht den Aufpreis gegenüber der Basisversion nachvollziehbar – das sind genau die Teile, die sonst ohnehin nachgerüstet werden. Bleibt die Frage, wie sich der Einzylinder im Alltag wirklich anfühlt. Ich werde versuchen, im Sommer eine Probefahrt zu organisieren.