Probefahrt Husqvarna 701 Supermoto: Funbike-Test
Probefahrt mit der Husqvarna 701 Supermoto – Foto: nobikenolife.net

MOTORRAD-NEWS

Probefahrt Husqvarna 701 Supermoto: Funbike-Test

YouTube-Star unter der Lupe – wie sich der Wheelie-König auf der Straße fährt

Von Tobias

YouTube-Held auf der Probefahrt: Wie sich die Husqvarna 701 Supermoto auf der Straße anfühlt — handlich, leicht, mit Quickshifter und 74 PS Einzylinder.

Der Parkplatz wird zum Spielplatz, die Kartbahn zur Rennstrecke. YouTube ist voll davon: Actionreiche Videos mit sportlichen Ein-Zylinder-Motorrädern, in denen junge Fahrer:innen problemlos Wheelies und Stoppies auf den Asphalt zaubern. Häufig spielen Bikes wie die Husqvarna 701 Supermoto oder die nahezu baugleiche KTM 690 SMC R die Hauptrollen. Nun wollte ich es selbst wissen.

Erster Eindruck

Normalerweise brauche ich eine Weile, um mich bei einer Probefahrt auf einem Bike wohl zu fühlen. Nicht so bei der Husqvarna 701 Supermoto. Das unglaublich handliche Motorrad gab mir sofort das Gefühl von Leichtigkeit und Sicherheit. Es lässt sich spielend leicht fahren, wie ein Fahrrad. Das Einkuppeln ist butterweich und benötigt keine Kraft. Per Quickshifter ging es ohne Kuppeln durch die Gänge. Der Motor läuft ruhig — nichts ruckelt oder springt. Die Federwege sind weich und straff zugleich. Die Bremsen lassen sich gut dosieren und packen richtig zu.

Die vielen Plastikteile wirken etwas billig, aber bei diesem Motorradtyp ist das wohl auch gewollt. Ein paar Kratzer sollen nicht auffallen und Ersatzteile sollen nicht unnötig teuer sein. An die hässlichen kreisrunden Rückspiegel kann ich mich aber nicht gewöhnen. Insgesamt war die 701 kleiner als erwartet. Als 1,87 Meter großer Fahrer komme ich mir auf dem Bike etwas unpassend vor. In die Handschalen passen meine Hände gerade so hinein.

Galerie

Husqvarna 701 Supermoto – Foto: nobikenolife.net
Die Husqvarna 701 Supermoto lässt sich spielend leicht um die Pylonen fahren. – Foto: nobikenolife.net
Viel Bodenfreiheit. – Foto: nobikenolife.net
Gute Übersicht. – Foto: nobikenolife.net

Motorcharakter

Der Motor konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen: Ich fühlte mich an meine wilde Zeit mit meinem 50er-Moped erinnert. Mit diesem musste ich immer Vollgas fahren, um im Stadtverkehr mitzuhalten. Mit der Husqvarna wird das in der Stadt zwar nicht passieren — auf der Landstraße vielleicht aber schon. Die angegebenen 74 PS konnte ich erst im oberen Drehzahlbereich spüren. Erster, zweiter, dritter Gang für 60 km/h — das häufige Schalten bin ich gar nicht mehr gewöhnt.

Testbedingungen

Die Probefahrt führte ich am 30.04.2021 bei KTM München Nord durch. Die 35 km lange Fahrt dauerte eine Stunde, kostete 1 Euro plus 3,37 Euro fürs Nachtanken. Die Probefahrt war nicht versichert — bei einem Schaden hätte ich vollständig dafür aufkommen müssen.

Fazit

Die Husqvarna 701 Supermoto ist ideal für Anfänger geeignet. Schnell und spielerisch können sie Erfahrungen sammeln, sich sicher fühlen und viel Spaß haben. Das Revier der Husqvarna sind enge und kurze Strecken, auf dem Land wie in der Stadt. Für lange Motorrad-Touren, für Fahrer größer als 1,80 Meter und für entspanntes Fahren mit hohen Geschwindigkeiten ist die 701 nicht das Richtige.

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