Somewhere else Together – zu zweit um die Welt
Daniel Rintz und Josephine – 100.478 km, 1.140 Tage, 43 Grenzübertritte
Der erste Film hat bereits überzeugt: „Somewhere else Tomorrow" – Daniel Rintz allein auf zwei Rädern, ohne Geld, um die Welt. Mit „Somewhere else Together" kommt jetzt das zweite Kapitel. Dieses Mal mit seiner Freundin Josephine. Und einer Route, die sich während der Reise selbst neu erfindet.
Wir reisen nicht, um vor dem Leben davonzulaufen. Wir reisen, damit uns das Leben nicht davon läuft. — Daniel Rintz
Die Route
Geplant war Alaska bis Feuerland – klassisch, ambitioniert, zwei Jahre. Doch Pläne sind beim Motorradreisen bekanntlich das Erste, was über Bord geht. Spontan entscheidet das Paar, den südamerikanischen Kontinent hinter sich zu lassen und stattdessen über Afrika nach Europa zurückzukehren.
Was folgt, ist eine Route, die alles hat: extreme Hitze, Kriegsgebiete, endlose Wüsten und atemberaubende Landschaften. Von Südafrika über Namibia und Angola bis nach Marokko – durch Länder, in die sich die wenigsten Motorradreisenden wagen.
Am Ende stehen 100.478 Kilometer in 1.140 Tagen und 43 Grenzübertritte.
Jobs bereichern den Geldbeutel, Reisen die Seele. — Daniel Rintz
Zu zweit unterwegs
Der entscheidende Unterschied zum ersten Film: Josephine ist dabei. Das verändert die Dynamik einer Reise grundlegend – und Rintz zeigt das ehrlich. Zu zweit zu reisen bedeutet Kompromisse, Rücksicht und ein ständiges Aushandeln. Aber es bedeutet auch, die unvergesslichsten Momente nicht alleine zu erleben.
Der Film fokussiert sich auf genau diese menschliche Seite der Reise: Begegnungen, Freundschaften, kleine Abenteuer abseits der Hauptstrecke. Wer eine detaillierte Streckenbeschreibung erwartet, wird stellenweise enttäuscht. Wer wissen will, wie sich eine solche Reise anfühlt – der bekommt genau das.
Fazit
Mein Eindruck: „Somewhere else Together" ist wie sein Vorgänger ein sehr persönlicher Reisebericht. Der Schnitt wirkt an manchen Stellen etwas holprig, und der Sprachwechsel von Deutsch auf Englisch ab dem Afrika-Teil kann irritieren. Aber die Fülle an Anekdoten, Begegnungen und echten Momenten macht den 114-minütigen Film trotzdem absolut sehenswert. Für alle, die schon mal daran gedacht haben, einfach loszufahren – und nicht aufgehört haben, daran zu denken. Wer ihn noch nicht kennt: Erst den Vorgänger „Somewhere else Tomorrow" schauen, dann den hier.
Wir waren noch nicht überall. Aber es steht auf unserer Liste. — Daniel Rintz
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