Man merkt schnell, dass hier nicht auf ultraleichtes „Supermoto-Geflirre“ gezielt wird, sondern auf Stabilität und erwachsene Straßenlage. Der Motor liefert seinen Spaß vor allem über den satten Mitteldruck und einen kernigen, leicht rauen Charakter, der beim Herausfeuern aus Kurven Laune macht. Im Stadtbetrieb fühlt sie sich wegen der Masse präsenter an, auf der Landstraße zahlt sie das mit Ruhe und Spurtreue zurück. Für 2026 wirkt das Konzept bewusst klassisch: eine Naked, die nicht jede Fahrt in einen Wettbewerb um die höchste Drehzahl verwandelt. Wer von einer Z650 oder MT-07 kommt, erlebt weniger Leichtfüßigkeit, aber mehr „Big-Bike“-Gefühl und eine starke visuelle Bühne.
Agilität beim Einlenken, ein ehrlicher Punch aus der Mitte und dieses Gefühl von „ich hab’s im Griff“: Genau so packt mich die 752S auf der ersten Hausrunde. In schnellen Wechselkurven steht sie erstaunlich satt, als würde sie den Asphalt festhalten, und trotzdem kippt sie nicht nervös in die Schräglage. Der Zweizylinder hat einen rauen, mechanischen Charakter, der beim Rausbeschleunigen aus engen Ecken richtig Spaß macht, ohne dass ich permanent am Schalthebel hängen muss. Beim Anbremsen spüre ich eine klare Front, die mir saubere Bremspunkte erlaubt; die Fuhre bleibt dabei stabil und wirkt eher „großes Motorrad“ als Mittelklasse. Gegen eine Yamaha MT-07 wirkt die Benelli erwachsener und massiver, gegen eine Kawasaki Z650 weniger geschniegelt, aber emotionaler. Wer maximale Leichtfüßigkeit sucht, greift woanders hin; wer Charakter, Präsenz und ein robustes Fahrgefühl will, findet hier eine eigenständige Naked mit italienischem Auftritt und chinesischer Großserienrealität.
Für mich ist die 752S (2026) eine Charakter-Naked für Fahrer, die Stabilität, Präsenz und kernigen Punch höher gewichten als maximale Leichtigkeit. Sie fährt sich satt, kontrollierbar und macht auf der Landstraße richtig Spaß. Wer ein dichtes Händlernetz und „Set-and-forget“ erwartet, sollte vorher genau hinschauen. Als Alternative zur Mainstream-Mittelklasse bleibt sie spannend.
Im Netz wird die 752S häufig als optisch starke, „große“ Mittelklasse-Naked mit solidem Geradeauslauf und kräftigem Auftritt beschrieben; mehrere Tests loben den druckvollen Parallel-Twin und das souveräne Fahrgefühl auf Landstraßen, gerade wenn der Rhythmus flüssig wird. Gleichzeitig taucht immer wieder der Hinweis auf, dass sie im Vergleich zu manchen japanischen Konkurrentinnen spürbar schwerer wirkt und dadurch beim Rangieren sowie in engen Kehren mehr Einsatz verlangt. In Community-Threads wird die Zuverlässigkeit uneinheitlich bewertet: Einige Besitzer berichten von problemlosen Kilometern und guter Alltagstauglichkeit, andere kritisieren vor allem Händlernetz, Teileversorgung oder After-Sales-Erfahrungen. Als wiederkehrender Tenor bleibt: viel Design und Präsenz fürs Geld, mit dem Vorbehalt, dass Servicequalität regional stark schwanken kann. ([motormeiden.tv]) Quellen: reddit.com; reddit.com; benelli.com. Quelle ansehen