Mit ihrem 1.103-cm³-V4 verbindet die Ducati explosive Beschleunigung mit einer für diese Leistung erstaunlich fein dosierbaren Gasannahme. 214 PS und 120 Nm treffen auf ein präzises Fahrwerk, leistungsstarke Bremsen und eine Elektronik, die Traktion, Wheelie-Kontrolle und Motorbremse nicht bevormundend, sondern unterstützend einsetzt. Die neue Generation fühlt sich beim Umlegen agiler an, während die aerodynamischen Flügel bei hohem Tempo zusätzliche Ruhe schaffen. Auf der Landstraße bleibt der Winddruck der größte limitierende Faktor, denn die Maschine möchte eigentlich ständig schneller fahren, als es der Verkehr erlaubt. Mit 189 kg und fast 300 km/h Höchstgeschwindigkeit spielt sie in einer Liga, in der BMW, Aprilia und KTM zwar starke Alternativen bieten, aber jeweils einen anderen Charakter setzen.
Agilität, Punch, Kontrolle, Charakter – die Streetfighter V4 2026 liefert sofort alles, was ein echtes Ducati-Erlebnis ausmacht. Beim Einlenken wirkt sie trotz ihrer brachialen Leistung erstaunlich leichtfüßig, bleibt in schnellen Wechselkurven stabil und vermittelt am Vorderrad deutlich mehr Vertrauen als der Vorgänger. Der V4 schiebt mit einer Intensität an, die auf der Landstraße nur selten vollständig nutzbar ist, aber gerade deshalb fasziniert. Beim Anbremsen bleibt die Ducati ruhig, während die Elektronik den Übergang vom harten Bremspunkt zum frühen Herausbeschleunigen sauber absichert. Gegen BMW S 1000 R, Aprilia Tuono V4 und KTM 1390 Super Duke R wirkt sie weniger alltagssanft, dafür kompromissloser, emotionaler und näher an einem echten Superbike. Die Streetfighter ist keine bequem kastrierte Panigale, sondern eine aufrechte Rennmaschine mit breitem Lenker.
Die Streetfighter V4 2026 ist eine der radikalsten Interpretationen eines modernen Naked Bikes. Ihr V4 liefert überwältigenden Punch, bleibt dank der Elektronik aber erstaunlich kontrollierbar. Gegenüber dem Vorgänger fährt sie präziser und agiler, ohne ihren wilden Charakter zu verlieren. Wer Alltagstauglichkeit sucht, findet bequemere Alternativen. Wer Emotion, Tempo und Superbike-Nähe will, bekommt kaum mehr Motorrad fürs offene Cockpit.
Die internationalen Tests zeichnen ein sehr geschlossenes Bild: Die Streetfighter V4 wird als nahezu unverkleidete Panigale beschrieben, deren größter Fortschritt nicht allein in der Leistung, sondern in Fahrwerk, Agilität und Elektronik liegt. Cycle News hebt die deutlich präzisere Linienwahl, das schnellere Umlegen und die bessere Traktion beim Herausbeschleunigen hervor. RevZilla betont den extrem direkten Antritt, den charaktervollen V4-Sound und die Tatsache, dass die volle Performance auf öffentlichen Straßen kaum auszuschöpfen ist. Motoring World bewertet die neue Abstimmung als kontrollierter und weniger einschüchternd im ersten Kontakt, sieht darin aber zugleich einen Teil des früheren rohen Streetfighter-Charakters abgeschwächt. Übereinstimmend bleibt die Kritik an der geringen Windschutzwirkung und der hohen thermischen Belastung im Stadtverkehr. ([cyclenews.com]) Quellen: ducati.com; ducati.com; ducati.com. Quelle ansehen