Mit 157 PS und 107 Nm gehört die Honda klar in die sportliche Literklasse, bleibt mit 212 Kilogramm aber noch vernünftig beherrschbar. Der Reihenvierzylinder stammt konstruktiv aus Hondas Sportmotorenwelt und verbindet kräftigen Mittelbereich mit einem energischen Schub bis weit in den oberen Drehzahlbereich. Auf der Landstraße fühlt sich die Hornet kompakt an, lässt sich sauber auf der Bremse in enge Kurven drücken und bleibt beim Herausbeschleunigen stabil. Die Sitzposition ist aktiv, aber nicht radikal, sodass auch längere Etappen funktionieren. Elektronisch liefert Honda die wichtigen Assistenzsysteme, ohne den Fahrer mit unnötiger Komplexität zu bevormunden. Im Vergleich zur CB 1000 R wirkt die neue Hornet deutlich aggressiver und moderner, während sie gegenüber den extremen Hypernakeds bewusst etwas mehr Alltag bewahrt.
Dieser Blick – kantige Front, kompakter Tank, der Motor tief und präsent im Fahrwerk – bleibt hängen. Die Honda CB 1000 Hornet wirkt nicht wie ein glattgebügelter Alleskönner, sondern wie ein bewusst zugespitztes Werkzeug für die Landstraße. Der Vierzylinder hängt sauber am Gas, schiebt bereits aus mittleren Drehzahlen kräftig an und verwandelt sich obenheraus in einen echten Punch-Lieferanten. In schnellen Wechselkurven gefällt die neutrale Balance: einlenken, Scheitel treffen, ans Gas – die Honda folgt präzise und ohne unnötige Nervosität. Beim harten Anbremsen vermittelt sie Vertrauen, auch wenn die Standardausstattung nicht ganz das Premium-Niveau der SP erreicht. Gegen Kawasaki Z900, Suzuki GSX-S1000 und Yamaha MT-10 positioniert sich die Hornet als besonders ehrliche Mischung aus Leistung, Alltag und Preis. Sie will kein Showbike sein, sondern eine verdammt effektive Fahrmaschine.
Die Honda CB 1000 Hornet 2026 trifft einen starken Nerv: viel Motor, präzises Fahrverhalten und ein Auftritt mit eigener Kante. Ihr größter Trumpf ist die Balance aus Punch und Zugänglichkeit. Wer maximale Premium-Hardware sucht, landet bei der SP oder teureren Rivalen. Für die schnelle Landstraße ist die Hornet jedoch eine der überzeugendsten Vierzylinder-Nakeds ihrer Klasse.
Die internationalen Tests zeichnen ein überwiegend positives Bild. Besonders häufig wird der aus der Fireblade abgeleitete Vierzylinder gelobt, der nicht nur oben heraus Leistung liefert, sondern im Alltag überraschend gut nutzbaren Durchzug bietet. Mehrere Tester beschreiben die Hornet als leicht zugänglich, schnell und erstaunlich komplett, ohne sich bei Ausstattung oder Auftritt unnötig aufzublasen. Die SP gewinnt mit hochwertigerem Fahrwerk, Brembo-Bremsen und besserer Reserven bei sportlicher Gangart, während die Standardversion stärker über ihren Preis und ihre unkomplizierte Alltagstauglichkeit punktet. Kritisiert werden je nach Test die eher nüchterne TFT-Gestaltung, teils straffe Abstimmung und der Umstand, dass das Motorrad emotional weniger extravagant wirkt als KTM 990 Duke oder Yamaha MT-10. Auf der Straße überzeugt die Honda jedoch mit Stabilität, sauberem Gripgefühl und einem Motor, der aus Kurven heraus unmittelbar Druck aufbaut. Quellen: cyclenews.com; 1000ps.com; ride.co.uk. Quelle ansehen