Mit 755 cm³ Hubraum, 92 PS und 75 Nm positioniert sich die Honda CB750 Hornet genau zwischen klassischer Mittelklasse und sportlicher Oberstufe. Der Zweizylinder liefert seinen Schub gut dosierbar, bleibt im Alltag freundlich und legt bei steigender Drehzahl spürbar an Charakter zu. 196 Kilogramm fahrfertig sind kein Leichtbau-Rekord, fühlen sich dank der gelungenen Balance aber deutlich handlicher an, sobald die Straße kurvig wird. Die Höchstgeschwindigkeit von rund 205 km/h passt zum Konzept eines unverkleideten Naked Bikes, denn lange Autobahnetappen gehören nicht zu ihren stärksten Disziplinen. Dafür überzeugt sie mit moderner Elektronik, kräftigen Bremsmanövern und einem Fahrwerk, das zwischen Stadt, Landstraße und sportlichem Kurvenrhythmus überzeugend vermittelt. Die Honda E-Clutch erweitert das Einsatzspektrum, ohne den mechanischen Charakter des Motorrads zu verwässern.
Der kleine, aggressive LED-Scheinwerfer wirkt wie ein zusammengekniffenes Auge – und genau so fährt sich die CB750 Hornet auch: aufmerksam, direkt und jederzeit bereit zum Richtungswechsel. Ich sitze kompakt, mit viel Kontrolle über den breiten Lenker, und lege die Honda mit wenig Druck in die Kurve. Der 755-cm³-Zweizylinder hängt sauber am Gas, baut im mittleren Drehzahlbereich kräftig Punch auf und dreht oben heraus überraschend lebendig weiter. Beim Anbremsen bleibt die Front stabil, während das handliche Fahrwerk enge Wechselkurven fast spielerisch nimmt. Die Honda E-Clutch macht 2026 den Alltag geschmeidiger und erlaubt zugleich sehr präzise Gangwechsel beim Herausbeschleunigen. Gegen Yamaha MT-07 und Suzuki GSX-8S wirkt sie etwas erwachsener, gegen eine KTM 790 Duke weniger radikal, dafür zugänglicher. Der Vorgänger war bereits ein starkes Spaßgerät – diese Version macht daraus das rundere Gesamtpaket.
Agilität, kontrollierbarer Punch und eine angenehm direkte Ergonomie bleiben die größten Trümpfe der Hornet. 2026 macht die Honda E-Clutch das Motorrad im Alltag noch geschmeidiger und beim sportlichen Schalten präziser. Wer ein zugängliches, aber keineswegs langweiliges Naked Bike sucht, findet hier einen starken Allrounder. Gegen radikalere Konkurrenten fehlt etwas Schärfe – dafür stimmt das Gesamtpaket.
Die bisherigen Tests zeichnen ein sehr einheitliches Bild: Die CB750 Hornet gilt als ausgesprochen leichtfüßiges Naked Bike, das vor allem auf kurvigen Landstraßen seine Stärke ausspielt. Mehrere Tester loben den geschmeidigen, drehfreudigen Zweizylinder, den charaktervollen 270-Grad-Kurbeltrieb und den für ein Serienmotorrad überraschend kräftigen Klang. Die Sitzposition wird überwiegend als unkompliziert und kontrollierbar beschrieben, wobei größere Fahrer den kompakten Kniewinkel und den relativ hohen, schmalen Lenker kritisieren. Beim Modelljahr 2026 steht die optionale Honda E-Clutch im Mittelpunkt: Sie soll Anfahren, langsames Rangieren und Gangwechsel deutlich sanfter machen, ohne beim sportlichen Fahren Präzision einzubüßen. Insgesamt wird die Hornet als ausgewogener Gegenentwurf zu radikaleren Streetfightern gesehen – mit genug Leistung für engagierte Kurven, aber hoher Alltagstauglichkeit. Quellen: 1000ps.com; revzilla.com; ridermagazine.com. Quelle ansehen