Im Kern ist das Konzept weiterhin einzigartig: Trial-Geometrie und -Gefühl, aber mit Sitzbank, Lichtanlage und dem klaren Fokus auf „Trial-Excursion“ statt Wettbewerb. Für 2026 kommt der Schritt Richtung Euro 5+ über eine neue Abgasanlage, dazu gibt’s den Cota-Seitenständer serienmäßig, was unterwegs überraschend oft den Unterschied macht. Auf Strecke überzeugt mich vor allem die Ruhe im Antrieb: wenig Hektik, viel Kontrolle, und genau das hilft, wenn der Untergrund von Wurzeln auf Geröll wechselt. In engen Kurven wirkt sie extrem handlich, und beim Klettern findet sie Grip, wo schwerere Trailbikes schon anfangen zu scharren. Wer allerdings Tempo und Reserven für lange, schnelle Offroad-Passagen sucht, wird eher bei leichten Enduros oder Dual-Sport-Konzepten fündig.
Auf einem kurzen Mix aus Ortsdurchfahrt, Feldweg und einem verblockten Waldanstieg merke ich sofort, warum die 4Ride so ein Sonderling ist: Sie fährt sich wie ein Trialer, der dir endlich Pausen gönnt. Im engen Geläuf kann ich das Vorderrad millimetergenau platzieren, die Traktion kommt früh und kontrollierbar, und in Kehren lässt sie sich mit minimalem Körpereinsatz umsetzen. Der Punch ist nicht brachial, aber genau richtig dosierbar; dadurch treffe ich Bremspunkte und Linien sauber, ohne dass mich ein Leistungspeak aus dem Grip schiebt. Die Sitzbank macht aus „Sektionen“ echte Etappen, ohne dass das Motorrad seine Trial-Leichtigkeit verliert. Gegenüber klassischen Enduros wirkt sie natürlich weniger schnell und weniger „langhubig“, dafür spielt sie in technischem Terrain und beim langsamen Klettern ihre Karten aus. Im Vergleich zu einer Beta Alp oder ähnlichen leichten Trail-Konzepten ist sie spürbar trial-orientierter und präziser, aber auch spezieller in der Zielgruppe.
Für alle, die technisch fahren wollen, aber nicht im Trial-Modus leiden möchten, ist das ein Volltreffer. Die 2026er Updates wirken praxisnah: Euro 5+ und der serienmäßige Seitenständer passen perfekt zur Idee. Im langsamen, kniffligen Gelände ist sie eine Waffe, auf schnellen Etappen bleibt sie bewusst Spezialistin. Genau darin liegt ihr Reiz.
In den Online-Vorstellungen zur 2026er 4Ride zieht sich ein roter Faden durch: Viele sehen sie als die „Adventure-Trial“-Antwort für alle, die Trial-Technik wollen, aber nicht auf Sitzbank, Licht und etwas Reichweite verzichten möchten. Mehrere Quellen betonen, dass das 2026er Update vor allem über Euro 5+ (neue Abgasanlage mit Aluminium-Schalldämpfer aus der Cota-Familie) und über praktische Details wie den serienmäßigen Seitenständer kommt, was im Freizeit-Offroad-Alltag deutlich mehr Komfort bringt. Optisch wird der neue Schwarz-Weiß-Gold-Look samt gold eloxierten Felgen häufig als wertig und „exklusiv“ beschrieben. Unterm Strich wird sie im Netz weniger als „neues Modell“ gefeiert, sondern als sinnvoll nachgeschärftes Nischenbike: leicht zu fahren, sehr traktionsstark im Technischen, aber nicht dafür gedacht, lange schnelle Verbindungsstücke wie eine klassische Enduro abzuspulen. (Quellen: Honda News Europe, Montesa Modellseite, MotorcycleSports) Quellen: hondanews.eu; montesa.com; montesa.com. Quelle ansehen