Mit seinem 745-cm³-Zweizylinder ist der X-ADV Special Edition 2026 kein gemütlicher Stadtroller, sondern ein kräftiger Crossover mit echtem Motorradcharakter. Die 58,6 PS und 69 Nm reichen für einen druckvollen Antritt, wobei das DCT beim Herausbeschleunigen aus Kurven besonders entspannt arbeitet und auf Wunsch manuelle Eingriffe zulässt. Bis 168 km/h bleibt die Honda souverän, ihr eigentliches Revier liegt jedoch in wechselnden Alltagssituationen: Pendeln, Autobahn, kurvige Landstraße und befestigte Feldwege. Das Fahrwerk vermittelt Stabilität, ohne den Komfort eines klassischen Rollers vollständig zu erreichen. Mit 236 Kilogramm fordert sie beim Rangieren Respekt, lässt sich während der Fahrt dank breitem Lenker und ausgewogener Geometrie aber erstaunlich leicht dirigieren. Die Special Edition ist damit vor allem eine stilistisch aufgewertete, technisch ausgereifte Variante eines ohnehin sehr eigenständigen Konzepts.
Schon in der Stadt zeigt sich, warum der X-ADV mehr ist als ein großer Roller: Er wühlt sich souverän durch enge Lücken, steht satt auf der Straße und wirkt beim Anbremsen deutlich motorradähnlicher als seine Sitzposition vermuten lässt. Auf der Landstraße begeistert mich vor allem die Verbindung aus kräftigem Punch, sauberem DCT und einem Vorderrad, das Vertrauen schafft. In schnellen Kurven bleibt die Honda stabil, in engen Kehren braucht sie wegen ihrer 236 Kilogramm aber einen klaren Impuls. Der breite Lenker hilft dabei, während die kräftigen Bremsen spät gesetzte Bremspunkte problemlos mitmachen. Die Special Edition bringt technisch keine Revolution, setzt optisch aber einen starken Africa-Twin-Akzent. Gegen Forza 750 und TMAX ist sie weniger komfortorientiert, gegen Transalp und andere Reiseenduros praktischer im Alltag, aber abseits grober Wege klar limitiert. Genau diese Mischung macht sie einzigartig.
Wer einen Roller mit Motorradherz sucht, findet im X-ADV weiterhin eine der überzeugendsten Lösungen. Der Motor liefert kräftigen Punch, das DCT macht den Alltag leicht und das Fahrwerk erlaubt überraschend engagierte Kurvenfahrten. Die Special Edition bleibt technisch unverändert, gewinnt aber durch ihre Tricolour-Optik deutlich an Charakter. Für grobes Gelände ist sie zu schwer und zu niedrig, für Straße und Alltag jedoch außergewöhnlich vielseitig.
Die im Netz auffindbaren Tests zeichnen ein ungewöhnlich geschlossenes Bild. Der ADAC lobt die Verbindung aus Rollerkomfort und Motorraddynamik, hebt das präzise Kurvenverhalten, die kräftigen Bremsen und den guten Federungskomfort hervor. ([adac.de]) BikeBros beschreibt den 2026er X-ADV als eigenständige Abenteuer-Maschine, die auf flachem Schotter mehr kann, als die Rolleroptik vermuten lässt. ([bikebros.co.jp]) Honda selbst stellt bei der Special Edition vor allem die Tricolour-Lackierung, die Africa-Twin-Anleihen und die vielseitige Auslegung heraus. ([honda.de]) Kritischer fällt in einzelnen aktuellen Fahrberichten auf, dass Gewicht, hoher Mitteltunnel und die begrenzte Geländefreiheit den Einsatz abseits befestigter Wege klar einordnen. Quelle ansehen