Im Modelljahr 2026 schärft Honda das Konzept der XL750 Transalp, ohne ihren unkomplizierten Grundcharakter aufzugeben. Der 755-cm³-Zweizylinder liefert 91,8 PS und 75 Nm, wirkt aber nicht nervös, sondern verbindet kräftigen Durchzug mit guter Dosierbarkeit. Mit 216 Kilogramm fahrfertigem Gewicht bleibt die Maschine handlich, während die Sitzposition und der Windschutz auch lange Etappen angenehm machen. Das neue, umfangreicher einstellbare Fahrwerk bringt mehr Reserven beim Anbremsen, in schnellen Kurven und auf welligem Asphalt. Die E-Clutch erweitert den Komfort im Stop-and-go und beim Rangieren, ohne das klassische Motorradgefühl vollständig zu verdrängen. Mit 21-Zoll-Vorderrad, 18-Zoll-Hinterrad und rund 195 km/h Höchstgeschwindigkeit positioniert sich die Honda zwischen komfortabler Reiseenduro und zugänglichem Abenteuerbike.
Agilität, Punch, Kontrolle, Charakter: Die XL750 Transalp fühlt sich 2026 deutlich vollständiger an als bei ihrem Debüt. Der kräftige Reihenzweizylinder hängt sauber am Gas, dreht freudig hoch und liefert aus engen Kurven genau den Punch, den ich auf kurvigen Landstraßen mag. Gleichzeitig bleibt die Honda leichtfüßig genug, um sie mit wenig Druck am Lenker durch Wechselkurven zu führen. Besonders wichtig ist das überarbeitete Fahrwerk: Beim Anbremsen bleibt die Front stabiler, der Reifen vermittelt mehr Grip und auf schlechten Straßen arbeitet die Transalp kontrollierter, ohne ihren angenehmen Komfort zu verlieren. Die E-Clutch passt hervorragend zum entspannten Alltag, ist aber kein Muss für erfahrene Fahrer. Gegen eine Yamaha Ténéré 700 wirkt die Honda straßenorientierter und kultivierter, gegen eine BMW F 900 GS weniger aggressiv, dafür zugänglicher. Ihr größter Trumpf ist die glaubwürdige Balance aus Tour, Alltag und leichter Abenteuerlust.
Die Honda XL750 Transalp 2026 ist keine kompromisslose Offroad-Maschine, sondern eine sehr überzeugende Reiseenduro für echte Alltagsfahrer. Ihr Motor begeistert mit Punch, Laufruhe und sauberer Gasannahme. Das überarbeitete Fahrwerk schließt eine wichtige Schwäche des Vorgängers. Gegen Ténéré 700 und F 900 GS punktet sie mit Zugänglichkeit und Komfort. Wer überwiegend Straße, Kurven und Schotter fährt, bekommt ein bemerkenswert stimmiges Gesamtpaket.
Die bisherigen Internet-Tests zeichnen ein auffallend positives, aber nicht kritikloses Bild. Mehrere Fahrberichte sehen die 2026er Transalp vor allem wegen des überarbeiteten Fahrwerks deutlich näher an der Spitze des Mittelklasse-Adventure-Segments. Gelobt werden das präzisere Feedback am Vorderrad, mehr Stabilität beim Bremsen und ein weiterhin hoher Langstreckenkomfort. Die E-Clutch wird als sehr geschmeidig und im Alltag ausgesprochen angenehm beschrieben, während manche Tester bei technisch anspruchsvollem Gelände weiterhin lieber selbst kuppeln. Einigkeit besteht auch beim Motor: Auf der Straße wirkt der Twin kräftig, drehfreudig und unterhaltsam, im losen Untergrund kann die direkte Kraftentfaltung das Hinterrad jedoch leichter zum Durchdrehen bringen. Kritik gibt es außerdem an den Schlauchreifen und daran, dass der Gravel-Modus das hintere ABS nicht vollständig deaktiviert. Insgesamt gilt die Honda als benutzerfreundlicher Allrounder mit klarer Straßen- und Tourenorientierung. Quelle ansehen