Wenn ich die 2026er als Gesamtpaket betrachte, ist sie weniger „neu erfunden“ als konsequent nachgeschärft: Der Einzylinder bleibt der Star, aber das Drumherum passt endlich zum Anspruch. Im Kurvenmix überzeugt sie mit präzisem Einlenken und einem sehr direkten Gefühl fürs Vorderrad, während der Motor beim Rausbeschleunigen dieses kernige, lineare Ziehen liefert, das Supermoto so süchtig macht. Die neuen Elektronik-Optionen sind dabei nicht Selbstzweck, sondern helfen spürbar beim harten Anbremsen und beim kontrollierten Herausfeuern, wenn der Grip wechselhaft ist. Im Alltag punktet das modernere Cockpit und die bessere Bedienlogik, weil du weniger fummelst und mehr fährst. Unterm Strich bleibt sie eine kompromissbereite Straßen-SM mit echter Track-DNA, die sich nicht in Leistung, sondern in Nutzbarkeit weiterentwickelt. ([husqvarna-motorcycles.com])
Agilität, Punch, Kontrolle, Charakter: Genau so fühlt sich die 701 Supermoto an, wenn ich sie in eine enge Kurvenkombi werfe und am Scheitel wieder aufziehe. Der große Einzylinder drückt aus dem Keller mit dieser typischen LC4-Entschlossenheit, die dich aus Spitzkehren katapultiert, ohne dass du ständig nach Drehzahl betteln musst. Auf der Bremse bleibt sie herrlich „leichtfüßig“; du kannst Bremspunkte spät setzen, das Vorderrad sauber stehen lassen und das Heck mit Gefühl entlasten, bis der Slide passt. Für 2026 ist für mich der wichtigste Schritt, dass die 701 erwachsener wird: bessere Bedienbarkeit, mehr Feintuning in den Assistenzsystemen und ein Cockpit, das endlich nach Gegenwart aussieht. Gegen eine Ducati Hypermotard V2 wirkt die Husky roher und direkter, weniger „V2-Show“, mehr Werkzeug. Gegen eine Stark VARG SM hat sie den Vorteil der vertrauten Reichweiten- und Tankstellenlogik plus mechanischem Feedback, während die Elektro-SM beim Sofortmoment und der Lautlosigkeit kontert.
Für 2026 ist das die 701, die ich mir schon früher gewünscht hätte: das gleiche freche Supermoto-Gefühl, aber mit deutlich mehr Reife im Detail. Die Elektronik wirkt wie ein Fahrstil-Verstärker statt wie ein Bremsklotz, und das Cockpit zieht sie in die Gegenwart. Wer den großen Einzylinder liebt, bekommt mehr Alltag und mehr Track-Optionen, ohne den Charakter zu verlieren.
Im Netz wird die 2026er 701 Supermoto vor allem als sinnvolles Update der bekannten Plattform eingeordnet: Mehr Drehmoment im unteren Bereich durch überarbeitete Ventilsteuerzeiten und ein Euro-5+-konformer LC4, dazu längere Wartungsintervalle – das wird als klarer Praxisgewinn für Vielfahrer gesehen. Mehrere Berichte betonen außerdem den großen Sprung beim Bedien- und Infotainment-Thema: das neue 4,2-Zoll-TFT, USB-C und die App-Anbindung gelten als längst überfällige Modernisierung, die den Alltag aufwertet. Besonders positiv diskutiert werden die neuen ABS-Varianten für die Supermoto, also Supermoto+ ABS (kontrolliertes Heck-„Anstellen“ bei aktivem Front-ABS) und Sport ABS mit späterem Eingriff, weil das dem typischen Fahrstil entgegenkommt. Gleichzeitig wird die optionale Track-Logik (Launch Control, mehrstufiges Anti-Wheelie, Motor Slip Regulation und Slip-Adjuster) als Schritt Richtung „Trackday out of the box“ bewertet, ohne die Grundidee der 701 zu verwässern. Preis- und Verfügbarkeitsangaben werden je nach Markt unterschiedlich erwähnt, aber die Stoßrichtung ist ähnlich: mehr Technik, ohne das Konzept des leichten, kräftigen Einzylinders zu verlieren. Quelle ansehen