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Auffällig ist zunächst die orangefarbene Daidai-Iro-Lackierung, die der ansonsten sachlich gezeichneten Sportlerin deutlich mehr Charakter gibt. Darunter bleibt die bewährte GSX-8R-Plattform mit ihrem 776-cm³-Zweizylinder, 83 PS und 78 Nm unverändert: kein Drehzahlmonster, aber ein Motor mit kräftigem Durchzug und sauberer Dosierbarkeit. Mit 205 Kilogramm fahrfertigem Gewicht ist sie kein Leichtgewicht, wirkt beim Einlenken aber angenehm handlich und bleibt auch beim harten Anbremsen stabil. Das einstellbare Fahrwerk, die Traktionskontrolle, die drei Fahrmodi und der bidirektionale Quick-Shifter machen sie vielseitig genug für Pendelstrecken, Touren und flotte Kurvenrunden. Die Höchstgeschwindigkeit von rund 215 km/h passt zum Charakter: souverän auf der Autobahn, aber nicht auf maximale Rennstreckenleistung ausgelegt. Im Vergleich zur schärferen Yamaha R7 und zur drehfreudigeren Triumph Daytona 660 punktet die Suzuki mit Komfort, Kontrolle und einem besonders breiten Einsatzbereich.
Schon in der Stadt fällt auf, wie leicht sich die GSX-8R zwischen Autos und engen Abzweigungen dirigieren lässt. Auf der Landstraße zeigt sie dann ihren eigentlichen Charakter: Der Parallel-Twin liefert früh kräftigen Punch, hängt sauber am Gas und bringt mich mit wenig Schaltarbeit aus engen Kurven heraus. Beim Anbremsen bleibt die Suzuki stabil, lenkt präzise ein und vermittelt auch bei höherem Tempo viel Vertrauen. Ihre Stärke ist nicht der spektakuläre Endspurt, sondern die Kombination aus Gripgefühl, gutmütigem Fahrwerk und einer sportlichen Sitzposition, die auch im Alltag funktioniert. Die Daidai-Iro Edition verfeinert diesen Auftritt mit auffälliger Lackierung und sinnvollen Komfortdetails. Gegen eine Yamaha R7 wirkt sie zugänglicher, gegen die Triumph Daytona 660 weniger emotional im Motor, dafür souveräner und entspannter. Wer eine verkleidete Sportlerin für jeden Tag sucht, findet hier eine sehr stimmige Mischung.
In der Kurve macht die GSX-8R vieles richtig: Sie lenkt sauber ein, liefert aus der Mitte kräftigen Punch und bleibt auch bei engagierter Gangart berechenbar. Die Daidai-Iro Edition bringt dazu eine auffällige Optik und nützliche Details, ohne den ausgewogenen Charakter zu verändern. Wer kompromisslose Spitzenleistung sucht, findet bei R7 oder Daytona mehr Drama. Für den Alltag mit sportlichem Anspruch ist die Suzuki jedoch eine der stimmigsten Mittelklasse-Sportlerinnen.
Die im Internet veröffentlichten Tests zeichnen ein überwiegend positives, aber differenziertes Bild. Mehrere Fahrberichte loben den kräftigen Motor im unteren und mittleren Drehzahlbereich, das leicht zugängliche Handling und die serienmäßige Alltagstauglichkeit. Besonders im engen Kurvengeläuf wird die GSX-8R als agil und vertrauenerweckend beschrieben, während Sitzposition und Windschutz längere Etappen erleichtern. Gleichzeitig wird häufig angemerkt, dass der Zweizylinder beim Ausdrehen nicht die emotionale Dramatik eines höher drehenden Vierzylinders oder Dreizylinders besitzt. Kritik gibt es außerdem an der begrenzten Fahrwerksverstellung und an einem teils straffen Grundsetup. Insgesamt sehen die Tester die 8R eher als sportlichen Allrounder beziehungsweise Sporttourer denn als kompromisslose Rennstreckenmaschine. Die Daidai-Iro Edition ergänzt diese bekannte Basis vor allem optisch und mit Zubehör. Quellen: presse.suzuki.de; presse.suzuki.de; ackodrive.com. Quelle ansehen