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Mit ihrem Reihen-Vierzylinder richtet sich die Suzuki an Fahrer, die auf langen Strecken nicht auf sportlichen Druck verzichten wollen. Die 152 PS wirken nicht nervös, sondern bauen sich kontrolliert auf und machen besonders beim Herausbeschleunigen aus mittleren Kurven Freude. Dazu passt das präzise Getriebe mit Quickshifter, während die ausgewogene Ergonomie auch einen ganzen Fahrtag zulässt. Das zusätzliche Gewicht der Koffer und der umfangreichen Verkleidung ist spürbar, wird durch die stabile Fahrwerksarbeit aber gut kaschiert. Im Alltag helfen der Tempomat, die klare TFT-Anzeige und die tourentaugliche Gepäcklösung, ohne dass die Maschine ihren sportlichen Charakter verliert. Damit bleibt die GT+ eine der konsequenteren Alternativen für alle, denen ein Adventure-Bike zu aufrecht und ein Supersportler zu kompromisslos ist.
Im Stadtverkehr wirkt die Suzuki zunächst groß und präsent, doch sobald die Landstraße beginnt, fällt die Anspannung ab: Gas anlegen, sauber einlenken, und der Vierzylinder schiebt mit Nachdruck aus jeder Kurve. Besonders stark ist die Mischung aus mechanischer Ehrlichkeit und moderner Alltagstauglichkeit. Die Sitzposition bleibt sportlich genug für engagierte Bremspunkte, ohne auf längeren Etappen zur Belastungsprobe zu werden. In schnellen Wechselkurven verlangt die GT+ wegen ihres Gewichts etwas Nachdruck, liegt dann aber satt und berechenbar. Der Motor liefert reichlich Punch, ohne ständig nach hohen Drehzahlen zu verlangen. Gegen eine Kawasaki Ninja 1100SX wirkt sie weniger komfortorientiert, dafür direkter und emotionaler. Im Vergleich zum früheren GSX-S1000F ist sie konsequenter auf modernes Sporttouring ausgelegt: mehr Elektronik, besserer Windschutz und deutlich mehr Reisetalent.
Die GSX-S1000GT+ bleibt auch 2026 eine eigenständige Interpretation des Sporttourers: kräftig, direkt und angenehm unkompliziert. Ihr größter Trumpf ist der charaktervolle Vierzylinder, der auf der Landstraße ebenso überzeugt wie auf langen Autobahnetappen. Komfort und Gepäckkapazität sind überzeugend, das Gewicht aber nicht zu übersehen. Wer ein emotionales Reisemotorrad mit klassischem Fahrgefühl sucht, liegt hier richtig.
Die verfügbaren Tests zeichnen ein sehr einheitliches Bild der GSX-S1000GT+: Sie ist kein weichgespülter Tourer, sondern ein sportlich abgestimmtes Reisemotorrad mit starkem Vierzylinder und überraschend hoher Kurvenmotivation. Motorcyclist lobt vor allem den charaktervollen Antrieb, die ausgewogene Fahrwerksabstimmung und die Kombination aus Komfort und sportlicher Präzision. MotorcycleDaily hebt die geschmeidige Leistungsentfaltung, den kräftigen Durchzug und die sinnvolle Ausstattung mit Fahrmodi, Traktionskontrolle, Tempomat und TFT-Anzeige hervor. Cycle News sieht die GT+ klar auf der sportlichen Seite des Segments, kritisiert jedoch den vergleichsweise zurückhaltenden ersten Bremsbiss. Mehrfach positiv erwähnt werden außerdem die gut nutzbaren Koffer, die einfache Bedienung und das direkte, nachvollziehbare Fahrgefühl. Insgesamt gilt sie als preislich attraktive Alternative zu stärker adventure-orientierten Sporttourern. Quellen: motorcyclistonline.com; motorcycledaily.com; motorcyclistonline.com. Quelle ansehen