Mit 73,4 PS aus 689 cm³ bleibt die Yamaha angenehm kräftig, ohne Einsteiger oder Wiedereinsteiger zu überfordern. Der CP2 liefert 68 Nm Drehmoment mit einem breiten nutzbaren Bereich und hängt spontan am Gas, während das elektronische Motormanagement die Leistungsabgabe sauberer dosiert. Mit 186 Kilogramm fahrfertig wirkt die MT-07 leichtfüßig, besonders beim Einlenken und beim Wechsel zwischen engen Kurven. Die neue Fahrwerksauslegung gibt beim harten Anbremsen mehr Stabilität, verlangt auf welligem Asphalt aber etwas Aufmerksamkeit. Bis rund 200 km/h bleibt die Maschine souverän, ihre eigentliche Stärke liegt jedoch klar auf kurvigen Landstraßen und im täglichen Einsatz.
Schon im Stadtverkehr fällt auf, wie leicht die MT-07 zwischen Autos hindurchzirkelt und wie direkt sie auf kleine Lenkimpulse reagiert. Sobald die Landstraße enger wird, spielt der CP2 seine Stärke aus: kräftiger Punch aus niedrigen Drehzahlen, sauberer Druck aus der Kurve und genug Drehfreude, ohne ständig am Getriebe arbeiten zu müssen. Das neue Fahrwerk vermittelt beim Anbremsen mehr Ruhe, die radialen Bremssättel liefern einen klaren Druckpunkt und die leichte Maschine lässt sich präzise auf die gewünschte Linie setzen. Gegenüber dem Vorgänger fühlt sich die Yamaha weniger verspielt-unfertig, dafür deutlich stabiler und erwachsener an. Die Elektronik bringt Alltagssicherheit, ohne den Charakter zu überdecken. Gegen Kawasaki Z650 und Suzuki GSX-8S bleibt sie die handlichere, emotionalere Wahl; eine Honda CB750 Hornet bietet mehr Spitzenleistung, wirkt aber weniger unmittelbar. Die MT-07 2026 ist damit kein radikaler Neustart, sondern eine sehr konsequente Schärfung ihres bewährten Konzepts.
Die Yamaha MT-07 2026 ist eine der stimmigsten Maschinen ihrer Klasse. Sie verbindet starken Durchzug, geringes Gewicht und leicht zugängliches Handling mit sinnvoller Elektronik. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt sie präziser und erwachsener. Schwächen zeigen sich vor allem beim Komfort auf schlechten Straßen und beim fehlenden Quickshifter. Wer echte Alltagssportlichkeit sucht, liegt hier weiterhin richtig.
Die im Netz veröffentlichten Tests zeichnen ein überwiegend positives Bild der MT-07 2026. Yamaha selbst fasst die Medienmeinungen als besonders ausgewogene Mischung aus Alltagstauglichkeit, zugänglicher Leistung und moderner Ausstattung zusammen. ([yamahamotorsports.com]) Ultimate Motorcycling lobt das leichte, präzise Handling, den kräftigen CP2-Motor, die gelungene Sitzposition und die bessere Bremsanlage. Kritischer fällt dort die Abstimmung des Fahrwerks aus: Auf glattem Asphalt funktioniert sie sportlich überzeugend, auf schlechten Straßen kann sie jedoch hart und unruhig wirken. Auch der fehlende Quickshifter ab Werk wird als Schwachpunkt genannt. ([ultimatemotorcycling.com]) Moto-1 hebt dagegen besonders den druckvollen Motor, die agile Reaktion im Stadtverkehr, das TFT-Display und die wählbaren Fahrmodi hervor. Quelle ansehen