Mit der XE kehrt Zero im Modelljahr 2026 sichtbar zu den eigenen Offroad-Wurzeln zurück. Statt einer klassischen Motocross-Rennmaschine präsentiert sich das Elektromotorrad als zugängliche Trail-Plattform, die ihre 20,1 PS und 58 Nm sehr direkt auf den Boden bringt. Das sorgt beim Herausbeschleunigen aus Kehren für viel Punch, während das geringe Gewicht schnelle Richtungswechsel und kontrollierte Drifts erleichtert. Die Kombination aus 21- und 18-Zoll-Rädern, langem Federweg und voll einstellbarem Fahrwerk verleiht ihr die nötige Stabilität für anspruchsvollere Passagen. Im Vergleich zu einer Honda CRF300F oder Yamaha TT-R230 wirkt sie spontaner, leiser und wartungsärmer, verlangt aber mehr Planung bei Reichweite und Ladepausen. Gegen die Surron Ultra Bee positioniert sie sich als hochwertig ausgearbeitete Alternative mit eigenem Markenprofil. Die Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h reicht für Trails völlig aus, macht aber klar, dass die XE kein Ersatz für eine ausgewachsene Enduro auf langen Verbindungsetappen sein will.
Agilität, Punch, Kontrolle – die Zero XE fühlt sich vom ersten Meter an angenehm direkt und erstaunlich leichtfüßig an. Der kräftige E-Antrieb schiebt ohne Verzögerung aus engen Kurven, während die lineare Gasannahme viel Vertrauen schafft. Gerade auf verwinkelten Trails spielt sie ihre Stärken aus: kein Kupplungsstress, kein Verschalten, kein Motorgeräusch, das den eigenen Rhythmus überlagert. Dadurch konzentriere ich mich stärker auf Blickführung, Bremspunkte und die saubere Linienwahl. Das Fahrwerk vermittelt trotz des niedrigen Gewichts Reserven, bleibt dabei aber zugänglich und nicht überfordernd. Mit 101 Kilogramm ist die XE deutlich handlicher als viele konventionelle Enduros, ohne wie ein Spielzeug zu wirken. Gegen eine Surron Ultra Bee tritt sie mit mehr Herstellerreife und einem aufgeräumten Gesamtkonzept an, muss sich beim Zubehörangebot aber noch beweisen. Für mich ist sie weniger kompromisslose Rennmaschine als vielseitiger, moderner Trail-Spieler mit eigenständigem Charakter.
Wer Offroad-Fahrspaß ohne Kupplungsarbeit und Motorlärm sucht, findet in der Zero XE ein ungewöhnlich stimmiges Konzept. Ihr direkter Punch, das geringe Gewicht und die gut nutzbare Kontrolle machen sie auf engen Trails richtig unterhaltsam. Reichweite, Ladezeit und die fehlende Straßenzulassung setzen den Einsatzrahmen. Als elektrische Trail-Maschine ist sie dennoch eine der spannendsten Neuerscheinungen des Modelljahres 2026.
Die bisherigen Tests zeichnen ein überwiegend positives Bild. Motorcyclist hebt den unmittelbaren Antritt, den leisen Betrieb und den geringen Wartungsaufwand hervor. Gleichzeitig wird die begrenzte Reichweite als realistischer Kompromiss genannt, ebenso die fehlende Straßenzulassung. ([motorcyclistonline.com]) Cycle News sieht die XE als ernstzunehmende Wettbewerberin zur Surron Ultra Bee und lobt die solide Performance sowie das gelungene Gesamtpaket bei den ersten Fahrten. ([cyclenews.com]) Cycle World ordnet die neue X-Baureihe als Rückkehr von Zero zu den Offroad-Wurzeln ein und beschreibt die XE als spielerische, zugängliche Trail-Maschine. ([cycleworld.com]) Übergreifend gefällt Testern vor allem die Kombination aus kräftiger Beschleunigung, einfacher Bedienung und dem konzentrierten Fahrerlebnis ohne Kupplung und Schaltvorgänge. Quelle ansehen