Zwischen Mazzo di Valtellina und Monno führt der Mortirolopass über engen Kehren und steile Rampen durch die Alpen. Der perfekte Asphalt verlangt auf der kurvenreichen Strecke volle Konzentration und sorgt für einen anspruchsvollen, wechselhaften Rhythmus.
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Vom Mazzo di Valtellina aus steigt die schmale, durchgehend asphaltierte Straße in einer dichten Folge von Kehren zum Mortirolopass an. Kurze Geraden wechseln unmittelbar mit engen Spitzkehren und Richtungswechseln, sodass eine saubere Linienwahl sowie fein dosierter Einsatz von Kupplung und Bremse den Streckenverlauf bestimmen. Zunächst bleibt die Landschaft weitgehend im Wald verborgen. Harzduft, gedämpftes Motorengeräusch und das stetige Arbeiten am Motorrad prägen diesen Abschnitt, während die Straße ohne längere Ruhepassagen an Höhe gewinnt. Nahe dem Pass öffnet sich der Blick, und die geschlossene Waldkulisse weicht einer freieren Berglandschaft. Kühle Luft begleitet den Übergang über den Scheitel, bevor die Strecke in Richtung Monno wieder talwärts führt. Auch dort bleibt der Verlauf technisch anspruchsvoll, wirkt jedoch flüssiger und bietet zwischen den Kurven etwas mehr Raum. Der Mortirolopass verbindet damit einen sehr engen, kurvenreichen Anstieg mit einer etwas offeneren Abfahrt. Seine Wirkung entsteht weniger durch lange Geraden als durch die dichte Folge der Richtungswechsel und den deutlichen Wechsel von der bewaldeten Auffahrt zur freien Passlandschaft.