G.7.3 · Motorrad mieten — was muss ich beachten?
Worauf achten beim Mieten im Ausland?
Internationaler Führerschein: Für viele Länder außerhalb der EU Pflicht (USA, Marokko, Türkei, viele asiatische Länder). Beantragen bei der lokalen Führerscheinstelle, Kosten 15–20 €, gilt 3 Jahre.
Verkehrsregeln vor Ort: Linksverkehr (UK, Irland, Malta, Zypern, Japan, Australien), abweichende Helmpflicht-Regeln, Lane-Splitting-Regeln (siehe D4 – Spurfiltern), oft auch Tempolimits und Alkoholgrenzen. Vorher recherchieren, nicht improvisieren.
Versicherung im Ausland: Auslandsverträge haben oft höhere Selbstbeteiligungen. Reise-Krankenversicherung mit Motorrad-Einschluss separat prüfen — Standard-Auslandskrankenpolicen schließen Motorradunfälle gerne aus.
Kreditkarte: für die Kaution Pflicht (1.500–5.000 € je nach Bike-Klasse). EC- oder Debitkarte reicht selten.
Zustand vor Ort prüfen: Reifenprofil, Bremsbeläge, Kette/Riemen-Spannung sichtbar prüfen (siehe I4 – Was prüfe ich vor jeder Fahrt?). Im Süden Europas gibt's „Pump-and-go"-Vermieter mit fragwürdiger Wartung — im Zweifel das Bike ablehnen und Ersatz fordern.
Sprit: „Voll-zu-Voll" ist Standard und fair. „Voll-zu-Leer" mit Pauschale ist meistens deutlich überteuert.
Rückgabe-Ort: Einweg-Miete (z. B. München → Mailand) ist möglich, kostet aber Einweg-Aufschlag von oft 100–400 €.