Auf der Tour zeigt sie ihre stärkste Seite: entspanntes Vorankommen mit einem Motor, der aus dem Keller sauber anschiebt und nicht nach Drama verlangt. Das Euro-5+-Update wird vor allem als Feinschliff an Komfort und Alltag gesehen, weniger als komplette Neuerfindung. Im Kurvengeläuf fährt sich das Paket stabil und berechenbar, wodurch man schnell Vertrauen fasst, auch wenn das Gesamtgefühl eher „satt“ als „superleicht“ ist. Für die Klasse wird immer wieder das starke Gegenwert-Thema genannt, weil Ausstattung und Reiseformat in Relation zum Preis überzeugen. Wer hingegen ein besonders verspieltes, offroad-lastiges Fahrgefühl sucht, landet gedanklich schneller bei den üblichen Platzhirschen, muss dort aber meist tiefer in die Tasche greifen.
Agilität statt Krawall: Genau so fühlt sich die TRK 702 für mich an, wenn ich sie in schnelle Wechselkurven drücke und am Kurvenausgang sauber ans Gas gehe. Der Punch kommt nicht als Kick, sondern als gleichmäßiger Schub, der dir Kontrolle gibt – besonders auf welligem Asphalt, wo du lieber Linie hältst als Leistung suchst. In der Bremse wirkt sie stabil, und ich kann die Bremspunkte gut reproduzieren, weil das Fahrwerk nicht nervös nachwippt, sondern eher satt arbeitet. Charakter hat sie über ihre Reise-Attitüde: Windschutz, entspannte Ergonomie, „einfach fahren“-Mentalität. Gegen eine Yamaha Ténéré 700 oder Honda Transalp 750 wirkt sie weniger spielerisch, dafür alltagstauglicher und mit dem klaren Fokus auf Komfort pro Euro. Wer viel Strecke macht, Sozius oder Gepäck mitdenkt und keinen Elektronik-Zirkus braucht, findet hier ein stimmiges Gesamtpaket – mit dem typischen Benelli-„Mehr Motorrad als Preisschild“-Ansatz.
Als Touring-Adventure ist das Ding eine Ansage: komfortabel, kontrolliert und mit ehrlichem Schub statt Show. Die TRK 702 (2026) punktet vor allem über Gegenwert und Reisetauglichkeit. Wenn du Emotion über Elektronik und Leichtfüßigkeit stellst, gibt es passendere Alternativen. Für lange Tage im Sattel ist sie aber verdammt stimmig.
Im Netz wird die TRK-702-Familie häufig als Preis-Leistungs-Hit in der Mittelklasse eingeordnet: Moto.it beschreibt die 702X Euro 5+ als sehr stimmig für das, was typische Adventure-Fahrer wirklich brauchen, und legt den Schwerpunkt auf die breite Einsatzspanne von Stadt über Autobahn bis Alpenpässe – mit dem Tenor „viel Angebot fürs Geld“. Gleichzeitig wird die Motorcharakteristik oft als linear und gut kontrollierbar beschrieben, was manche als angenehm souverän, andere als weniger „spannend“ empfinden; genau diese Kritik taucht auch in Nutzerstimmen auf, die dem Bike Komfort und Verbrauch zugestehen, aber den Fun-Faktor gegenüber Ténéré/Transalp vermissen. Ein deutschsprachiger Fahrbericht (WELT) betont das Update Richtung Euro 5+ und nennt vor allem Komfortdetails und die Tourentauglichkeit als Pluspunkte, inklusive ordentlicher Reichweite und attraktivem Preisrahmen. In Community-Threads wird zudem über Qualität und Händlerabwicklung diskutiert: Einige berichten von problemlosen Langstrecken und guter Alltagstauglichkeit, andere nennen typische Ärgernisse wie Anbauteile/Finish oder Elektrik – oft mit dem Hinweis, dass Service und Händler entscheidend sind. Quelle ansehen