Mit 112 PS und 105 Nm positioniert sich die 1000 MT-X klar über der bisherigen 800 MT-X, ohne in die übermotorisierte Schwergewichtsklasse abzudriften. Der Reihenzweizylinder liefert kräftigen Punch aus mittleren Drehzahlen und macht auf kurvigen Landstraßen ebenso Freude wie auf langen Autobahnetappen. Dabei bleibt das Motorrad trotz 222 Kilogramm fahrbar und lässt sich mit sauberem Blick durch enge Wechselkurven dirigieren. Die 21-Zoll-Vorderradkonfiguration, die langen Federwege und die solide Bremsanlage geben ihr echte Reiseenduro-Substanz statt bloßer Abenteueroptik. Im direkten Umfeld von Yamaha Ténéré 700, Aprilia Tuareg 660 und KTM 890 Adventure wirkt sie stärker und üppiger ausgestattet, aber weniger leichtfüßig als die schlankeren Konzepte. Ihr größter Trumpf ist deshalb die Verbindung aus Reisetauglichkeit, Leistungsreserven und einem selbstbewussten Preisansatz.
Die CFMoto 1000 MT-X steht nicht mehr am Rand des Reiseenduro-Segments, sondern greift gezielt die etablierte Mittel- bis Oberklasse an. Sie richtet sich an Fahrer, die eine kräftige, vielseitige Reiseenduro mit echter Geländetauglichkeit suchen, beim Preis aber nicht automatisch in Richtung BMW, Ducati oder KTM gehen wollen. Auf der Straße überzeugt sie mit einem druckvollen Reihenzweizylinder, der aus Kurven energisch herauszieht und beim Überholen kaum Nachdruck verlangt. Das Fahrwerk vermittelt viel Ruhe, ohne die Maschine träge wirken zu lassen; gerade auf welligem Asphalt bleibt die Linie sauber. Die Bremsen liefern einen klaren Druckpunkt und ausreichend Reserven für späte Bremspunkte. Im Gelände helfen die langen Federwege und die ausgewogene Sitzposition, wobei das Gewicht deutlich spürbar bleibt. Gegenüber der 800 MT-X wirkt sie souveräner und erwachsener, gegen eine Ducati DesertX oder KTM 890 Adventure fehlt ihr bei der Elektronik noch etwas Feinschliff. Dafür bietet sie bemerkenswert viel Motorrad fürs Geld.
Wer eine große Reiseenduro mit kräftigem Motor, viel Ausstattung und brauchbarer Geländebasis sucht, sollte die CFMoto 1000 MT-X ernsthaft probefahren. Sie fährt sich erwachsen, komfortabel und auf Asphalt erstaunlich dynamisch. Abzüge gibt es für das spürbare Gewicht, den nicht perfekten Windschutz und kleine Schwächen bei Gasannahme und Traktionskontrolle. Als Aufstieg von der 800 MT-X ist sie überzeugend.
Die internationalen Tests zeichnen ein auffallend positives Bild. Mehrere Fahrberichte loben den kräftigen Motor, das komfortable KYB-Fahrwerk und die hohe Serienausstattung. Auf der Straße soll die 1000 MT-X stabil, überraschend handlich und bei höherem Tempo angenehm souverän wirken. Auch im Gelände werden Balance, Federweg und kontrollierbare Kraftentfaltung positiv bewertet. Gleichzeitig wiederholen sich einige Kritikpunkte: Der Windschutz gilt als nur durchschnittlich, bei niedrigen Geschwindigkeiten wird das Ansprechverhalten des Gasgriffs teilweise als ruckelig beschrieben. Auch die Traktionskontrolle greift manchen Testern zu vorsichtig oder nicht besonders feinfühlig ein. Insgesamt wird die CFMoto jedoch nicht mehr nur als günstige China-Alternative wahrgenommen, sondern als ernstzunehmendes Motorrad mit eigenständiger Qualität und einem sehr starken Preis-Leistungs-Verhältnis. Quellen: visordown.com; motorradtest.de; motovoyager.net. Quelle ansehen