Mit ihrem V4-Granturismo-Motor gehört die Pikes Peak zu den leistungsstärksten Straßenmotorrädern im Reiseenduro-Umfeld. Die 170 PS liefern nicht nur Zahlen für das Datenblatt, sondern einen sehr gleichmäßigen, druckvollen Vortrieb, der beim Überholen ebenso überzeugt wie beim Herausbeschleunigen aus engen Kehren. Das Fahrwerk arbeitet präzise und hält die 227 Kilogramm auch bei hohem Tempo erstaunlich ruhig. Gleichzeitig bleibt die Sitzposition deutlich entspannter als auf einem klassischen Supersportler. Der 17-Zoll-Vorderreifen, die sportliche Geometrie und der Race-Modus machen sie zur klaren Asphalt-Spezialistin, während Euro 5+ und die umfangreiche Elektronik den modernen Alltag abdecken.
Schon in der Stadt merkt man, dass diese Ducati nicht einfach nur eine große Reiseenduro sein will: Der breite Lenker, der kräftige V4 und die sportlich straffe Abstimmung wirken jederzeit gespannt. Auf der Landstraße löst sich die Anspannung dann in Begeisterung auf. Die Pikes Peak lenkt präzise ein, bleibt beim harten Anbremsen stabil und baut am Kurvenausgang mit sattem Punch Druck auf, ohne den Fahrer mit unberechenbarer Härte zu überfordern. Der 17-Zoll-Vorderreifen und die Öhlins-Elektronik geben ihr deutlich mehr Straßenfokus als der normalen Multistrada V4. Gegen eine BMW S 1000 XR wirkt sie charaktervoller und komfortabler, gegen eine KTM 1290 Super Duke GT kultivierter und reisetauglicher. Ihre Besonderheit ist die seltene Mischung aus Langstreckenkomfort, V4-Sound und echtem Sportmotorrad-Gefühl.
Die Ducati Multistrada V4 Pikes Peak 2026 ist keine Enduro für Abenteuer abseits des Asphalts, sondern eine kompromisslos schnelle Reisebegleiterin für kurvige Straßen. Ihr V4 liefert mächtig Punch, das Fahrwerk vermittelt Vertrauen und die Ergonomie bleibt langstreckentauglich. Gegenüber BMW und KTM bringt sie mehr Charakter und Emotion, verlangt dafür aber ein höheres Budget. Wer Sportlichkeit und Komfort verbinden will, findet kaum eine überzeugendere Ducati.
Die internationalen Tests zeichnen ein bemerkenswert einheitliches Bild: Die Multistrada V4 Pikes Peak wird nicht als verkappte Geländemaschine verstanden, sondern als hochsitzender Sporttourer mit Reisequalitäten. Rider Magazine lobt die direkte Gasannahme, die Stabilität und das präzise Einlenken, während Cycle World besonders den gelungenen Spagat zwischen sportlichem Tempo und Langstreckenkomfort hervorhebt. Cycle News beschreibt sie als überraschend handlich trotz ihres hohen Gewichts und sieht den großen Vorteil im souveränen Verhalten auf kurvigen Straßen. RideApart betont zusätzlich die Qualität der elektronischen Fahrwerke und der Fahrerassistenzsysteme, weist aber auf mögliche Verwirbelungen am Windschild sowie den eher begrenzten Aktionsradius hin. Insgesamt gilt sie im Netz als emotionalere und sportlichere Alternative zur BMW S 1000 XR, allerdings mit höherem Preis und größerem Anspruch an den Fahrer. Quellen: ridermagazine.com; ridermagazine.com; cycleworld.com. Quelle ansehen