Auf der Strecke wirkt die MM93 wie eine Panigale, die man nicht überreden muss: Blick zum Scheitel, kurzer Impuls, sie steht sofort auf Linie. Der 890‑cm³‑V2 liefert 120 PS (88 kW) und 93,3 Nm so, dass ich am Kurvenausgang nicht mit Gewalt, sondern mit Gefühl schnell werde. Die Sonderausstattung zielt klar auf Präzision: weniger rotierende Masse, mehr Stabilität am Lenkkopf und eine Ergonomie, die das Vorderrad „greifbarer“ macht. Mit Euro 5+ bleibt sie straßentauglich, aber ihr Zuhause ist der Kurvenradius und der Curb. Wer von der Vorgänger‑V2 kommt, spürt vor allem den Schritt zu mehr Leichtigkeit und zu einer weniger anstrengenden, weil klareren Fahrbarkeit. Als Supersport zwischen RS 660/R9 und den großen 1000ern ist sie die Option für Fahrer, die Rundenzeit über Drama stellen, ohne auf Ducati-Charakter zu verzichten.
Agilität wie ein Skalpell, Punch aus der Mitte und dabei diese Ducati-typische Kontrolle beim Anbremsen: Genau so fühlt sich die Panigale V2 MM93 für mich an. In schnellen Wechselkurven kippt sie willig in Schräglage, ohne nervös zu werden, und beim Rausbeschleunigen hängt sie sauber am Gas, mit spürbar gut dosierbarer Traktion. Die tieferen Stummel und der straffere Track-Auftritt bringen mehr Druck aufs Vorderrad; ich treffe Bremspunkte später, weil das Feedback beim Einlenken klarer ist und die Front beim Lösen der Bremse ruhiger bleibt. Charakter hat sie auch: nicht das brutale V4-Gewitter, sondern ein sehr fahrbarer, drehfreudiger Zweizylinder, der auf der Landstraße nicht überfordert und auf der Strecke trotzdem ernst macht. Gegen Yamaha R9 oder Aprilia RS 660 wirkt sie kompromissloser und präziser, gegen eine RSV4 oder Panigale V4 aber bewusst „weniger Waffe, mehr Linie“ – und genau das macht sie so stark.
Unterm Strich ist die MM93 die Panigale V2 für Leute, die wirklich fahren – nicht nur sammeln. Sie fühlt sich leicht, präzise und beim Anbremsen erstaunlich souverän an, mit gut nutzbarem Punch statt Überforderung. Die Sonderteile sind nicht Deko, sondern spürbar im Handling. Wenn du Trackdays liebst und trotzdem Straße fährst, passt das Konzept.
Im Netz wird die MM93 vor allem als konsequent track-orientierte Sonderedition der Panigale V2 S eingeordnet: Ducati selbst betont die spezielle Ausstattung mit geschmiedeten Rädern, tieferen Stummeln, Öhlins-Lenkungsdämpfer, Racing-Scheibe und MotoGP-inspirierten Griffen, die das Handling und die Präzision auf der Rennstrecke verbessern sollen. Mehrere Berichte greifen außerdem die Einordnung als limitierte, nummerierte Sammler-Edition auf, bei der Optik und Exklusivität bewusst mit Performance-Details kombiniert werden. In technischen Zusammenfassungen wird die neue 890‑cm³‑V2‑Basis als „mittlerer Supersport“ beschrieben: weniger Spitzenleistung als Literbikes, dafür leichter zugänglich, mit starkem Fokus auf Agilität, Bremsstabilität und nutzbares Drehmoment. Häufig genannt wird auch die geplante Verfügbarkeit ab März 2026 in Europa und ab April 2026 in den USA, was die MM93 als 2026er Highlight für Trackday-Fans positioniert. Quellen: ducati.com; ducati.com; mediahouse.ducati.com. Quelle ansehen