Mit 125 PS aus 778 cm³ positioniert sich die SRK 800 RC deutlich über typischen 650er-Supersportlern und nähert sich leistungsmäßig bereits größeren Mittelklasse-Modellen. Der Reihenvierzylinder verspricht eine lineare Leistungsentfaltung, während 205 Kilogramm fahrfertig für einen soliden, nicht übermäßig leichten Auftritt sorgen. Auf der Landstraße dürfte sie besonders dann überzeugen, wenn schnelle Wechselkurven, kräftiges Herausbeschleunigen und späte Bremspunkte gefragt sind. Die Kombination aus Brembo-Komponenten, verstellbarem Marzocchi-Fahrwerk, Traktionskontrolle, Fahrmodi und bidirektionalem Quickshifter zeigt, dass QJ Motor nicht nur über Rennsport-Optik spricht. Im Vergleich zu Honda CBR650R und Kawasaki Ninja 650 liefert sie mehr Druck, gegen eine Yamaha R7 tritt sie mit einem kultivierteren Vierzylinder an. Der Preis macht sie dabei zu einer ernsthaften Alternative für Fahrer, die maximale Ausstattung suchen.
Der erste Eindruck bleibt an der scharf gezeichneten Front hängen: Die SRK 800 RC sieht nicht nach biedせrer Mittelklasse aus, sondern nach einem verkleideten Angriff auf die etablierte Supersport-Riege. Dahinter sitzt eine sportlich enge Ergonomie, die den Oberkörper nach vorn bringt, ohne den Fahrer völlig aus dem Alltag zu verbannen. Der Reihenvierzylinder wirkt weniger wie ein nervöses Renntriebwerk als wie ein kräftiger Punch-Lieferant mit sauberem Durchzug aus mittleren Drehzahlen und ordentlich Nachdruck oben heraus. In schnellen Kurven vermittelt die QJ eine stabile, satt aufliegende Basis; beim harten Anbremsen helfen die Brembo-Zangen und die elektronische Unterstützung, Vertrauen aufzubauen. Das Fahrwerk dürfte ambitionierte Fahrer eher über Abstimmung als über fehlende Reserven fordern. Gegen Honda CBR650R, Kawasaki Ninja 650 und Yamaha R7 setzt sie auf mehr Zylinder, mehr Leistung und mehr Serienausstattung. Ihr größter Trumpf ist deshalb nicht nur der Preis, sondern das ungewöhnlich komplette Gesamtpaket.
Rennsport-Look allein reicht nicht, doch die SRK 800 RC bringt auch technisch ordentlich Gewicht in die Waagschale. Ihr Vierzylinder verbindet kernigen Punch mit alltagstauglicher Laufkultur, während Fahrwerk, Bremsen und Elektronik ambitionierte Kurvenfahrer ansprechen. Gegen etablierte Konkurrenz punktet sie vor allem mit Leistung und Ausstattung. Offen bleiben müssen langfristige Erfahrungen bei Haltbarkeit, Service und Wiederverkaufswert.
Die verfügbaren Internetstimmen zur QJ-Motor-800er-Familie fallen überwiegend positiv aus, auch wenn direkte Tests der SRK 800 RC noch rar sind. Mehrere Berichte loben den kultivierten Vierzylinder, das kräftige mittlere Drehzahlband und die umfangreiche Ausstattung mit Brembo-Bremsen, Marzocchi-Fahrwerk, Quickshifter und moderner Elektronik. Auf kurvigen Strecken wird das Fahrverhalten als stabil, sicher und ausreichend agil beschrieben; zugleich gilt die Abstimmung eher als straff denn als luxuriös. Als besonders starkes Argument erscheint das Verhältnis aus Leistung, Ausstattung und Preis gegenüber japanischen Wettbewerbern. Kritischer wird teilweise die noch junge Marktpräsenz bewertet, vor allem bei Langzeiterfahrungen, Händlernetz und Ersatzteilversorgung. Insgesamt entsteht das Bild einer technisch ambitionierten Sportmaschine, die traditionelle Marken vor allem beim Gegenwert unter Druck setzt. ([qj-motor.net]) Quellen: qj-motor.net; swiatmotocykli.pl; motoplanete.com. Quelle ansehen