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Zwischen Naked Bike, Sporttourer und Reiseenduro findet die GX+ ihre eigene Nische. Der Vierzylinder hängt direkt am Gas, schiebt bereits aus mittleren Drehzahlen kräftig an und verwandelt freie Landstraßen in ein sehr unterhaltsames Revier. In schnellen Wechselkurven überrascht die Suzuki mit sauberer Linienführung; beim harten Anbremsen bleibt sie dank elektronischer Fahrwerksregelung kontrolliert, ohne steril zu wirken. Gleichzeitig sitzt man entspannt, genießt brauchbaren Windschutz und kann mit Gepäck auch lange Etappen fahren. Die 232 Kilogramm verschwinden nicht vollständig, machen sich beim Rangieren aber stärker bemerkbar als im rollenden Betrieb. Wer maximalen Abenteuerkomfort oder echte Offroad-Fähigkeiten sucht, ist hier falsch – wer Asphalt, Tempo und Komfort verbinden will, bekommt ein eigenständiges Gesamtpaket.
Die Suzuki GSX-S1000GX+ steht im Segment der sportlichen Crossover dort, wo Fahrer einen echten Vierzylinder und mehr Kurvenlust als Abenteuerpose suchen. Sie richtet sich an Tourenfahrer, die aufrechter sitzen, schlechte Straßen gelassener nehmen und trotzdem nicht auf kräftigen Punch verzichten wollen. Ihr 999-cm³-Motor liefert nicht nur beeindruckende 152 PS, sondern vor allem ein breites, sauber kontrollierbares Drehmomentband. Beim Herausbeschleunigen aus engen Kehren wirkt die GX+ druckvoll, ohne hektisch zu werden. Die semiaktive Fahrwerksregelung hält sie beim Anbremsen und über Bodenwellen erstaunlich stabil; der Grip bleibt berechenbar, während die Maschine trotz 232 Kilogramm leichtfüßiger wirkt, als das Datenblatt vermuten lässt. Gegen eine Yamaha Tracer 9 GT+ tritt sie mit mehr Vierzylinder-Charakter an, gegen eine BMW S 1000 XR mit weniger Radikalität. Im Vergleich zur GSX-S1000GT+ ist sie komfortabler und vielseitiger, bleibt aber klar eine Asphalt-Sportlerin.
Die Suzuki GSX-S1000GX+ ist keine hochbeinige GSX-R für Feldwege, sondern eine schnelle Asphalt-Crossover mit echtem Vierzylindercharakter. Sie kombiniert kräftigen Punch, sichere Bremszonen und ein souveränes Fahrwerk mit angenehmer Sitzposition. Gegen die Tracer 9 wirkt sie motorisch markanter, gegen die S 1000 XR zugänglicher. Ihr größter Pluspunkt ist die Vielseitigkeit ohne Langeweile. Für sportliche Tourenfahrer ist sie eine der eigenständigsten Suzuki-Neuheiten.
Die bisherigen Tests zeichnen ein sehr konsistentes Bild: Die GX+ wird als ungewöhnlich gelungene Mischung aus Sporttourer und Adventure-orientiertem Crossover wahrgenommen. Besonders gelobt werden die semiaktive Federung, die auf welligem Asphalt Ruhe ins Fahrwerk bringt, sowie die neutrale, präzise Handlichkeit. Mehrere Tester heben den druckvollen K5-Vierzylinder und den sehr geschmeidigen bidirektionalen Schaltassistenten hervor. Kritik gibt es an der eher durchschnittlichen Rückmeldung der Dunlop-Bereifung, an der nicht überragenden Bremsen-Bissigkeit und am Gewicht. Auch die Ergonomie ist nicht für alle ideal: Großgewachsene Fahrer wünschen sich teils mehr Kniewinkel, während die aufrechte Sitzposition auf langen Strecken überzeugt. Insgesamt gilt die GX+ als sportlicher und emotionaler als viele große Reiseenduros, aber weniger kompromisslos als eine BMW S 1000 XR. Quellen: dancingthepolka.com; ultimatemotorcycling.com; ridermagazine.com. Quelle ansehen