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Mit ihrem 1037-cm³-V2 spielt die Suzuki nicht die aggressive Drehmomentkeule, sondern den souveränen Langstreckenpartner. 106 PS und 100 Nm reichen für kräftiges Herausbeschleunigen, schnelle Überholmanöver und entspanntes Autobahntempo, ohne den Fahrer ständig mit Nachdruck zu beschäftigen. Auf kurvigen Landstraßen überzeugt die DE durch Stabilität, saubere Gasannahme und ein Fahrwerk, das auch bei schlechtem Asphalt nicht aus der Ruhe kommt. Der Preis für das robuste Offroad-Paket ist das hohe Gewicht von 252 Kilogramm, das auf losem Untergrund und beim Wenden Konsequenz verlangt. Dafür bietet die Reiseenduro eine überzeugende Mischung aus Windschutz, Sitzkomfort, elektronischer Unterstützung und echter Schotterfähigkeit. Im Vergleich zur leichteren V-Strom 800 DE ist sie souveräner auf langen Etappen, aber deutlich weniger handlich.
Der breite Lenker ist das Detail, das sofort hängen bleibt: Die V-Strom 1050DE wirkt damit weniger wie ein schwerer Tourer und mehr wie eine ausgewachsene Reiseenduro. Beim Aufsteigen sitzt man aufrecht, entspannt und mit guter Kontrolle über das Motorrad. Der 90-Grad-V2 liefert seinen Punch nicht nervös, sondern satt und sauber dosierbar – genau richtig, wenn in engen Kurven früh ans Gas gegangen wird. Auf Asphalt liegt die Suzuki stabil, lässt sich aber mit klarer Rückmeldung in den Radius drücken. Die Bremsen setzen einen präzisen Anker für späte Bremspunkte, während das 21-Zoll-Vorderrad auf Schotter Ruhe ins Fahrwerk bringt. Im Gelände bleibt das Gewicht spürbar, doch Gravel-Modus und abschaltbares Hinterrad-ABS schaffen Vertrauen. Gegen BMW R 1300 GS, Ducati Multistrada V2 oder KTM 1290 Adventure fehlt es an Leichtigkeit und Spektakel. Dafür wirkt die Suzuki ehrlich, robust und wunderbar unaufgeregt.
Die V-Strom 1050DE ist keine Showmaschine, sondern ein verlässliches Werkzeug für große Reisen mit Abstechern auf lose Wege. Ihr V2 begeistert mit Druck und Dosierbarkeit, das Fahrwerk vermittelt Sicherheit, und die Ergonomie passt auch für lange Tage. Das Gewicht bleibt der größte Nachteil. Wer eine ehrliche, robuste Alternative zu GS, Multistrada und KTM sucht, findet hier einen angenehm unaufgeregten Begleiter.
Die bisherigen Tests zeichnen ein sehr geschlossenes Bild. Auf der Straße wird die V-Strom 1050DE für ihren geschmeidigen V2, den hohen Langstreckenkomfort und die überraschend gute Alltagstauglichkeit gelobt. Mehrere Tester empfinden sie allerdings als groß und kopflastig, besonders mit voll beladenem Tank oder beim Rangieren. Im Gelände punktet sie mit dem 21-Zoll-Vorderrad, dem gutmütigen Fahrwerk, Gravel-Modus und der Möglichkeit, das hintere ABS abzuschalten. Der 1000PS-Vergleich hebt vor allem die ausgewogene Gesamtleistung hervor: Die Suzuki gewinnt selten eine Einzelwertung, enttäuscht aber kaum. Kritischer fällt der Blick auf das Alter des Konzepts aus. Gegen moderne BMW-, Ducati- oder KTM-Modelle wirken Elektronik, Gewicht und Charakter weniger spektakulär. Dafür wird die DE als robuste, berechenbare und faire Reiseenduro wahrgenommen. Für 2026 bleibt das Grundkonzept bestehen; Suzuki konzentriert sich vor allem auf die Weiterführung des bewährten Pakets und neue Farbvarianten. Quelle ansehen