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Im Modelljahr 2026 bleibt die V-Strom 800 ihrer ausgewogenen Linie treu und setzt auf einen charaktervollen Parallel-Twin statt auf spektakuläre Spitzenwerte. Mit 84 PS, 78 Nm und 223 kg fahrfertigem Gewicht fühlt sie sich auf kurvigen Landstraßen kräftig, stabil und gut kontrollierbar an. Das 19-Zoll-Vorderrad bringt gegenüber einer stärker geländeorientierten Reiseenduro mehr Präzision beim Einlenken und passt besser zum täglichen Einsatz zwischen Pendelstrecke, Passstraße und großer Tour. Gleichzeitig bleibt genügend Federweg, um schlechte Fahrbahnen und leichte Schotterpassagen souverän zu bewältigen. Damit positioniert sich die Suzuki zwischen Honda Transalp, Yamaha Tenere 700 und BMW F 900 GS: weniger radikal als die Yamaha, weniger komplex als die BMW und charaktervoller als die Honda.
Schon im Stadtverkehr zeigt die V-Strom 800, worauf Suzuki bei diesem Motorrad Wert legt: leicht kontrollierbare Kraft, eine aufrechte Sitzposition und ein Fahrwerk, das schlechte Straßen einfach wegfiltert. Auf der Landstraße arbeitet der 776-cm³-Zweizylinder angenehm druckvoll aus mittleren Drehzahlen, ohne nervös oder überfordernd zu wirken. Beim Einlenken braucht die Suzuki einen klaren Impuls, belohnt ihn in langen Kurven aber mit sauberer Linie und viel Ruhe. Die Bremse lässt sich präzise an den Scheitelpunkt heran dosieren, während der Grip auf trockenem Asphalt Vertrauen schafft. Gegen eine Honda Transalp wirkt sie charaktervoller und satter im Antritt, gegen eine Yamaha Tenere 700 deutlich reisetauglicher. Die BMW F 900 GS ist sportlicher und elektronisch anspruchsvoller, aber auch weniger unkompliziert. Die V-Strom bleibt damit eine ehrliche, vielseitige Reiseenduro für Fahrer, die lieber fahren als konfigurieren.
Wer eine ehrliche Reiseenduro für jeden Tag sucht, findet in der V-Strom 800 ein ausgesprochen stimmiges Gesamtpaket. Der Motor liefert satten Punch, das Fahrwerk vermittelt Ruhe und die Ergonomie passt zu langen Etappen. Für harte Geländeeinsätze gibt es passendere Konzepte, auf Asphalt und Schotter überzeugt die Suzuki jedoch mit Balance. Sie ist keine Showmaschine, sondern ein verlässliches Motorrad mit echtem Langstreckenpotenzial.
Die bisherigen Tests zeichnen ein überwiegend positives Bild der V-Strom 800. 1000PS lobt den kräftigen, homogenen Motor, den nutzbaren Druck aus niedrigen Drehzahlen und den serienmäßigen Quickshifter, sieht aber beim Image und beim Durchzug ganz oben im Drehzahlband noch Luft nach oben. MOTORRAD ordnet die Straßenvariante klar als reise- und alltagsorientierter ein als die DE-Version und hebt das kleinere Vorderrad, das geringere Gewicht sowie die unkomplizierte Motorcharakteristik hervor. Motorradtest.de beschreibt das Motorrad als ausgewogen, hochwertig und kurvenfreundlich, kritisiert jedoch den nur mit Werkzeug verstellbaren Windschild und den etwas spitzen Kniewinkel für große Fahrer. Insgesamt gilt die Suzuki im Netz als unaufgeregtes, sehr vielseitiges Motorrad mit starkem Preis-Leistungs-Ansatz, dessen Schwächen eher bei Windschutz und fehlender Spitzenleistung liegen. Quellen: suzukicycles.com; motorradtest.de; 1000ps.de. Quelle ansehen