Schwarz trägt hier nicht nur zur Optik bei, sondern verleiht der Bonneville einen deutlich moderneren, etwas kantigeren Auftritt. Der 1200-cm³-Reihenzweizylinder liefert 80 PS und 105 Nm, wobei vor allem der kräftige Durchzug aus niedrigen Drehzahlen den Charakter bestimmt. Auf kurvigen Landstraßen fährt sich die T120 Black gelassen und stabil; beim harten Einlenken erinnert das Gewicht daran, dass sie kein Sportmotorrad sein will. Dafür sind Grip, Komfort und Bremskontrolle überzeugend, während die Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h für zügige Autobahnetappen ausreicht. Mit 236 Kilogramm ist sie kein Leichtgewicht, wirkt dank des tiefen Schwerpunkts aber handlicher, als die Zahl vermuten lässt.
Die Bonneville T120 Black steht im Retro-Segment dort, wo klassische Optik nicht auf gemütliches Mittelmaß beschränkt bleiben soll: Sie ist für Fahrer, die Charakter, Wertigkeit und kräftigen Durchzug suchen, ohne auf moderne Sicherheit und Alltagstauglichkeit zu verzichten. Ich mag besonders, wie erwachsen sich der 1200er-Twin anfühlt. Er schiebt bereits aus niedrigen Drehzahlen satt an, bleibt dabei sauber kontrollierbar und entwickelt seinen Punch eher druckvoll als nervös. In engen Kurven braucht die T120 wegen ihrer 236 Kilogramm etwas Nachdruck am Lenker, liegt danach aber stabil und berechenbar. Die Bremsanlage liefert einen klaren Bremspunkt, während das Fahrwerk Unebenheiten souverän filtert. Gegen eine leichtere Ducati Scrambler oder Moto Guzzi V7 wirkt sie weniger verspielt, dafür deutlich kräftiger und reisetauglicher. Die BMW R 12 nineT ist sportlicher positioniert; die Triumph kontert mit mehr klassischer Gelassenheit und einem unverwechselbaren Auftritt.
Wer eine leichte, aggressive Kurvenmaschine sucht, wird bei der Bonneville T120 Black nicht fündig. Ihr Revier sind genussvolle Landstraßen, lange Etappen und der souveräne Auftritt vor dem Café. Der Twin begeistert mit Druck und feiner Dosierbarkeit, das Fahrwerk mit Stabilität und Komfort. Gegenüber kleineren Retro-Modellen bietet sie spürbar mehr Reserven und bleibt trotzdem angenehm zugänglich.
Die im Internet auffindbaren Tests zeichnen ein sehr geschlossenes Bild. Cycle News lobt beim Modelljahr 2026 den geschmeidigen 1200er-Twin, die lineare Gasannahme und das ausgewogene Verhalten in schnellen Bögen ebenso wie in engeren Kurven. Außerdem werden die kräftige Doppelscheibenbremse, die komfortable Ergonomie und die unaufdringlich arbeitenden elektronischen Helfer positiv bewertet. Ältere Fahrberichte von Rider Magazine und Bennetts BikeSocial beschreiben die T120 Black ebenfalls als souveräne, entspannte und zugleich charaktervolle Retro-Roadsterin. Hervorgehoben werden der kräftige Durchzug, das leichtgängige Getriebe, die stabile Fahrwerksabstimmung und die gelungene Verbindung aus klassischer Gestaltung und moderner Technik. Kritischer sehen die Tester vor allem das spürbare Gewicht und die nur mäßig sportliche Agilität. Unterm Strich gilt die T120 Black online als stilvolle, komfortable und erstaunlich vielseitige Alternative zu stärker cruiserorientierten Motorrädern. Quellen: ridermagazine.com; bennetts.co.uk; autox.com. Quelle ansehen