Im dichten Stadtverkehr spielt der Zero LS1 seine Karten kompromisslos aus: lautlos, direkt und mit genügend Reserven, um sich souverän aus Kreuzungen und Kurven herauszuarbeiten. Die 11,3 PS wirken dank der sofortigen Kraftentfaltung lebendiger, als es die Papierwerte vermuten lassen, während die 134 Kilogramm angenehm leichtfüßig bleiben. Besonders gefällt mir die Verbindung aus kompakter Sitzposition, sauberer Kontrolle und einem Antrieb, der beim Herausbeschleunigen nicht erst auf Drehzahl warten muss. Das macht ihn gegenüber einem klassischen 125er nicht automatisch schneller, aber oft spontaner und entspannter. Im Vergleich zu vielen Elektro-Rollern wirkt die Konstruktion fahraktiver und weniger auf reine Zweckmäßigkeit reduziert. Für lange Überlandetappen fehlt es naturgemäß an Reserven, in seinem eigentlichen Revier ist der LS1 jedoch ein bemerkenswert vollständiges Konzept.
Agilität, Punch und Kontrolle – der Zero LS1 fühlt sich vom ersten Meter an leichter und wacher an, als es seine Rollerform vermuten lässt. Der Elektromotor liefert sein Drehmoment unmittelbar, aber nicht nervös: Beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven steht der Schub sauber an, während der niedrige Schwerpunkt viel Vertrauen schafft. Ich kann spät bremsen, den LS1 präzise einlenken und die Linie ohne hektische Korrekturen halten. Genau darin liegt seine Besonderheit: Er fährt nicht wie ein beliebiger Elektroroller, sondern besitzt eine fast motorradartige Ruhe im Fahrwerk. Gegen klassische 125er punktet er mit geräuschlosem Antrieb und direkter Gasannahme, gegen viele Elektro-Konkurrenten mit einem erwachseneren Fahrgefühl. Schwächen bleiben bei Komfortdetails und der Ergonomie für große Fahrer, doch als urbanes Gesamtpaket wirkt der LS1 erstaunlich rund.
Der Zero LS1 ist kein verkleidetes Technik-Experiment, sondern ein überzeugender Elektro-Scooter mit echtem Fahrcharakter. Sein stärkstes Argument ist die Kombination aus unmittelbarem Punch, niedrigem Schwerpunkt und präziser Kontrolle. Wer überwiegend urban fährt, bekommt eine leise, agile und erwachsene Alternative zum 125er. Nur große Fahrer und Langstreckenfans sollten Ergonomie und Reichweitenplanung genauer prüfen.
Die bisherigen Tests zeichnen ein ungewöhnlich positives Bild vom ersten Scooter der amerikanischen Elektromotorradmarke. Mehrere Redaktionen loben die dynamische Fahrwerksabstimmung, den tiefen Schwerpunkt und die kontrollierbare Kraftentfaltung. Besonders häufig wird hervorgehoben, dass der LS1 trotz seiner urbanen Ausrichtung nicht steril wirkt, sondern in Kurven überraschend viel Vertrauen und Fahrfreude vermittelt. Ebenfalls positiv bewertet werden das variable Akkukonzept, die Alltagstauglichkeit und die konkurrenzfähige Positionierung gegenüber hochwertigen 125er-Rollern. Kritik gibt es vor allem am teils schwer ablesbaren Display, an der Batterieentnahme und an der Ergonomie für größere Fahrer. Insgesamt gilt der LS1 in den Tests nicht als technisch verspieltes Experiment, sondern als ernsthafter, ausgereifter Stadtroller mit eigenständigem Charakter. ([visordown.com]) Quellen: 1000ps.com; visordown.com; 1000ps.com. Quelle ansehen