Motorsound · Serienauspuff
Motorsound · Akrapovič-Auspuff
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Mit ihrem 1.300-cm³-Boxermotor, 145 PS und 149 Nm positioniert sich die R 1300 GS Adventure klar an der Spitze der schweren Reiseenduros. Der Motor verbindet kräftigen Durchzug mit einer sehr kontrollierbaren Gasannahme und macht lange Autobahnetappen ebenso entspannt wie schnelle Passstraßen. Ihr eigentliches Talent liegt jedoch im Zusammenspiel aus Telelever- und Paralever-Fahrwerk, Bremsstabilität, Windschutz und elektronischer Unterstützung. Die 269 Kilogramm verlangen beim Wenden Respekt, verlieren sich aber auf kurviger Strecke erstaunlich schnell. Mit rund 200 km/h Höchstgeschwindigkeit ist sie kein Hochgeschwindigkeits-Sportler, sondern ein souveräner Kilometerfresser mit deutlichen Reserven. Gegen Ducati Multistrada V4, KTM 1290 Super Adventure und Honda Africa Twin setzt sie weniger auf Extreme als auf die überzeugendste Gesamtlösung.
Agilität, Punch, Kontrolle, Charakter: Die BMW R 1300 GS Adventure überrascht mich jedes Mal aufs Neue damit, wie leicht sie sich nach den ersten Metern anfühlt. Beim Rangieren bleibt sie ein stattliches Motorrad, doch sobald die Räder rollen, verschwinden die Pfunde fast vollständig. Der Boxer schiebt mit Nachdruck aus engen Kehren, hängt sauber am Gas und liefert genau an den Bremspunkten die Ruhe, die man von einer großen Reiseenduro erwartet. Das Fahrwerk hält die Linie souverän, ohne den Kontakt zur Straße zu verlieren, und die Sitzposition macht lange Etappen ebenso selbstverständlich wie zügige Kurvenpassagen. Gegen eine Ducati Multistrada V4 wirkt sie weniger spektakulär, gegen eine Africa Twin weniger leichtfüßig im Gelände. Dafür verbindet kaum ein Konkurrent Reisetauglichkeit, Stabilität, Komfort und sportliche Präzision so ausgewogen.
Wer eine leichte Enduro sucht, ist hier falsch. Die BMW R 1300 GS Adventure richtet sich an Fahrer, die große Distanzen, schlechte Straßen und schnelle Kurven mit nur einem Motorrad abdecken wollen. Ihr Boxer liefert reichlich Punch, das Fahrwerk vermittelt Kontrolle und die Ergonomie macht selbst lange Tage angenehm. Gegenüber der R 1250 GS Adventure fährt sie präziser und moderner. Der Preis und das hohe Gewicht bleiben die entscheidenden Gegenargumente.
Die internationalen Tests zeichnen ein erstaunlich geschlossenes Bild: Die R 1300 GS Adventure wird trotz ihrer Größe als sehr handlich beschrieben, sobald sie rollt. Besonders häufig gelobt werden das komfortable, zugleich belastbare Fahrwerk, die stabile Linie auf schlechten Straßen und der kräftige Boxer, der aus Kurven energisch herausbeschleunigt. Kritischer sehen Tester das hohe Gewicht beim Rangieren, die üppigen Abmessungen und den selbstbewussten Preis. Auch die Optik polarisiert, während die große Reichweite und die umfangreiche Elektronik als klare Stärken gelten. Im Vergleich zur Vorgängerin R 1250 GS Adventure wirkt die neue Generation moderner und fahraktiver, bleibt aber eine vollwertige Fernreise-Enduro und kein leichtes Offroad-Motorrad. ([1000ps.com]) Quellen: 1000ps.com; youtube.com; bikesandbays.com.