Man merkt ihr sofort an, dass sie nicht nur für gerade Autobahnkilometer gebaut wurde, sondern fürs aktive Fahren. Der Motor liefert für die Klasse kräftigen Durchzug und bleibt dabei gut dosierbar, was auf losem Untergrund genauso hilft wie beim Herausbeschleunigen aus engen Kehren. Das Fahrwerk zielt klar auf Vielseitigkeit: genug Reserven für schlechte Pisten, aber auf Asphalt nicht schwammig, wenn man sauber Bremspunkte setzt und die Linie hält. Mit 21/18-Zoll-Layout und dem tiefen Schwerpunkt wirkt sie im Gelände weniger „kippelig“, als man es von der Optik erwarten könnte. Im direkten Umfeld konkurriert sie vor allem mit Ténéré 700, Transalp und F 800 GS, wobei die KTM am sportlichsten rüberkommt. Wer eine Reiseenduro sucht, die sich eher wie ein großes Supermoto-Tool auf Stelzen anfühlt, versteht das Konzept sofort.
Agilität, Punch und diese typische KTM-Kontrolle: Genau so fühlt sich die 790 Adventure für mich an, wenn die Straße in schnelle Wechselkurven kippt und der Schotter danach direkt weitergeht. Der tiefe Tank-Schwerpunkt macht sich beim Einlenken sofort bemerkbar, weil die Fuhre nicht kopflastig wirkt, selbst wenn man sie bewusst spät in die Kurve bremst und am Scheitel wieder hart ans Gas geht. Der Reihenzweizylinder hängt sauber am Ride-by-Wire, wirkt lebendig und dreht willig, ohne dass ich ständig mit der Kupplung arbeiten muss. Auf der Bremse bleibt sie stabil, und genau da punktet sie gegenüber mancher weich abgestimmten Reiseenduro: Sie lässt sich präzise in Linien „festnageln“. Im Markt sitzt sie für mich zwischen Yamaha Ténéré 700 (puristischer, weniger Elektronik) und BMW F 800 GS (touriger, oft komfortorientierter). Gegenüber der 890er-Fraktion fehlt etwas Wucht, aber die 790 kontert mit leichterem, spielerischem Handling und einem sehr stimmigen Allround-Charakter.
Für mich ist die 790 Adventure 2026 die Reiseenduro für Fahrer, die Kurven wirklich fahren und Schotter nicht nur fotografieren. Sie lenkt leicht ein, bleibt beim Bremsen stabil und liefert einen lebendigen, gut kontrollierbaren Punch. Gegen die Konkurrenz wirkt sie sportlicher und präziser, aber weniger „sofaweich“. Wenn Preis und Vertrauen für dich passen, ist das ein sehr starkes Gesamtpaket.
In den Online-Tests und Meldungen wird die 790 Adventure vor allem als preislich und konzeptionell attraktivere Alternative zur größeren 890er-Linie eingeordnet, mit Fokus auf das überarbeitete WP-APEX-Fahrwerk und die klare Positionierung als „Adventure für alle“. Visordown beschreibt die 790 (im Kontext der Modellpolitik) als erschwinglicheren Baustein im Programm und betont die Fahrwerks-Überarbeitung sowie die Allround-Ausrichtung zwischen Straße und Offroad. ADV Pulse hebt bei der 790-Generation die Euro-5-Weiterentwicklung und technische Maßnahmen für geschmeidigeres Laufverhalten sowie Reise-Tauglichkeit hervor. Motorrad Online ordnet die Klasse 2026 preislich neu ein und nennt die 790 Adventure als Referenz knapp oberhalb der 11.000-Euro-Marke, wodurch sie stärker gegen BMW F 800 GS und Suzuki V-Strom 800 gespiegelt wird. In Foren/Reddit tauchen neben viel Lob für Balance, Ergonomie und Reichweitengefühl auch wiederkehrende Sorgen über Qualitätsstreuung und einzelne Defekte (z. Quelle ansehen