Mit 127,8 PS und 93 Nm positioniert sich die SRK 921 RR zwischen zugänglichen Mittelklasse-Sportlern und den kräftigeren 1.000er-Supersportlern. Ihr Reihenvierzylinder liefert deutlich mehr mechanische Präsenz als viele zweizylindrige Rivalen und klingt dabei ausgesprochen emotional. Die Sitzposition ist sportlich, bleibt auf der Straße aber ausreichend erträglich, während die Verkleidung bei höherem Tempo spürbar entlastet. Brembo-Bremsen, Marzocchi-Fahrwerk, Sechsachsen-IMU, Fahrmodi, Tempomat und bidirektionaler Quickshifter zeigen, dass QJ Motor nicht nur über Design punkten möchte. Auf der Rennstrecke dürfte das Gewicht die größte Schwäche sein, auf der Landstraße sorgt es dagegen für Ruhe und Stabilität.
Vier Auspufföffnungen, ein scharf geschnittenes Heck und dieser metallische Vierzylinder-Sound: Die SRK 921 RR bleibt schon im Stand im Gedächtnis. Beim Aufsitzen fällt die sportliche Ergonomie auf, ohne in eine extreme Rennhaltung abzurutschen. Auf kurvigen Landstraßen fährt sie stabil, liegt satt auf der Linie und baut mit den Pirelli-Reifen schnell Vertrauen auf. Der Motor liefert unten kontrollierbaren Schub, legt in der Mitte kräftig nach und dreht oben mit echtem Nachdruck weiter. Beim Anbremsen gefallen mir die klar dosierbaren Brembos, während das straffe Marzocchi-Fahrwerk besonders bei schnellen Richtungswechseln überzeugt. Das Gewicht spürt man beim engen Kehren und beim Rangieren, nicht aber in langen Radien. Gegen Yamaha R9, Aprilia RS 660 oder Ducati Supersport wirkt sie weniger leichtfüßig, kontert aber mit Vierzylinder-Charakter, umfangreicher Ausstattung und einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das etablierte Marken unter Druck setzt.
Die SRK 921 RR ist kein billiger Nachbau ohne eigenen Charakter, sondern eine ernsthafte Sportmaschine mit auffälligem Design und starkem Vierzylinder. Ihr Fahrwerk arbeitet präzise, die Elektronik ist umfangreich und die Bremsanlage passt zum sportlichen Anspruch. Gegen leichtere Rivalinnen verliert sie beim Einlenken, gewinnt aber bei Sound, Ausstattung und Motorgefühl. Wer eine charaktervolle Alternative zur Yamaha R9 sucht, sollte sie unbedingt probefahren.
Die bisherigen Tests zeichnen ein überwiegend positives, aber nicht völlig unkritisches Bild. Mehrere Fahrberichte loben den charaktervollen Reihenvierzylinder, die kräftige Mitte, den präzisen Quickshifter und die stabile Kurvenlage. Das Fahrwerk wird als sportlich straff beschrieben, wobei die Maschine auf schlechtem Asphalt weniger geschmeidig wirkt als leichtere Konkurrentinnen. Auch die Schräglagenregelung von ABS und Traktionskontrolle arbeitet nach den Testeindrücken unauffällig. Kritischer werden gelegentlich eine hakelige Schaltung bei niedriger Geschwindigkeit, ein schwerer Kupplungszug und leichte Konstantfahrruckler erwähnt. Auffällig bleibt außerdem das hohe fahrfertige Gewicht, das in engen Kehren und beim Rangieren präsent ist. Insgesamt sehen die Tester eine ernstzunehmende Alternative zur Yamaha R9 und eine ungewöhnlich gut ausgestattete Sportmaschine mit eigenständigem Vierzylinder-Charakter. Quellen: youtube.com; youtube.com; roadtestsandreviews.co.uk. Quelle ansehen