Mit 124,7 cm³ Hubraum, 14,7 PS und 13 Nm bleibt die Zontes 125-G1 im gesetzlichen Rahmen der A1-Klasse, nutzt diesen aber konsequent aus. Ihr Einzylinder hängt direkt am Gas und liefert seinen besten Punch im mittleren bis oberen Drehzahlbereich, weshalb flotte Landstraßenpassagen einen aktiven linken Fuß verlangen. Das Fahrwerk ist eher straff als weich, arbeitet sauber und vermittelt zusammen mit dem stabilen Chassis viel Vertrauen. In Kurven überzeugt die Scrambler durch neutrales Einlenken, gute Spurtreue und ausreichend Grip, während die 160 Kilogramm beim Rangieren und in engen Stadtgassen spürbar werden. Mit rund 110 km/h Höchstgeschwindigkeit ist sie für urbane Wege und Nebenstrecken gut aufgestellt, auf schnellen Bundesstraßen aber naturgemäß kein Überholkünstler. Ausstattung, LED-Technik, ABS und die markante Optik lassen sie deutlich teurer wirken, als sie im Marktvergleich tatsächlich positioniert ist.
Agilität, Punch, Kontrolle und Charakter – die Zontes 125-G1 bringt für eine 125er erstaunlich viel davon zusammen. Beim ersten Einlenken fühlt sie sich nicht wie ein zierliches Leichtkraftrad an, sondern wie ein kompakt gebautes Motorrad mit ernsthaftem Fahrwerksfundament. Der Einzylinder arbeitet kultiviert und entwickelt seinen Punch vor allem dann, wenn die Drehzahl gehalten wird. Wer früh hochschaltet, nimmt sich dagegen spürbar Schwung. In schnellen Wechselkurven bleibt die G1 stabil, auf schlechterem Asphalt vermittelt sie Sicherheit und die grob profilierte Bereifung passt gut zum Scrambler-Charakter. Die vordere Bremse könnte präziser ansprechen, ansonsten überzeugt die Kontrolle. Gegen eine Honda CB125R wirkt sie weniger filigran, gegen eine KTM 125 Duke weniger radikal, dafür erwachsener und vielseitiger. Ihr größter Trumpf ist die Kombination aus eigenständigem Auftritt, solider Ausstattung und einem Fahrgefühl, das deutlich über dem typischen Einsteiger-Niveau liegt.
Die Zontes 125-G1 2026 ist keine verspielte Mini-Maschine, sondern eine erstaunlich erwachsene Scrambler für Einsteiger und Stadtfahrer. Sie punktet mit kontrollierbarem Handling, stabilem Fahrwerk und einem Motor, der bei passender Drehzahl ordentlich mitarbeitet. Abstriche verlangen die Vorderradbremse, das Gewicht und die begrenzte Endgeschwindigkeit. Wer Charakter und Ausstattung höher bewertet als Markenprestige, findet hier eine überzeugende Alternative zu Honda, KTM und Yamaha.
Die verfügbaren Tests zeichnen ein bemerkenswert einheitliches Bild. ADAC, AUTO BILD und Kradblatt loben den erwachsenen Auftritt, die solide Verarbeitung und das unkomplizierte Handling. Besonders häufig wird hervorgehoben, dass die Zontes trotz ihrer Scrambler-Reifen sauber und spurtreu durch Kurven läuft, statt auf Asphalt nervös oder unpräzise zu wirken. Beim Motor sehen die Tester ausreichend Leistung für Stadt, Landstraße und erste Ausflüge auf losem Untergrund, erwarten aber fleißiges Schalten und keine Wunder bei höherem Tempo. Kritik gibt es vor allem an der eher stumpfen beziehungsweise wenig feinfühligen Vorderradbremse, an Vibrationen im oberen Drehzahlbereich und am großen Wendekreis. In Nutzermeinungen werden Ausstattung, ABS, Reichweite und der günstige Unterhalt positiv bewertet; vereinzelt tauchen Hinweise auf Verschleiß an Kette oder Bedienkomponenten auf. Insgesamt gilt die G1 als charakterstarke, preisbewusste Alternative zu etablierten 125ern. Quellen: adac.de; autobild.de; welt.de. Quelle ansehen