Man merkt schnell, dass Ducati hier nicht nur „Verkleidung ab“ gespielt hat, sondern ein stimmiges Streetfighter-Paket für die Straße bauen wollte. Der neue V2 hängt sauber am Gas, liefert seinen Schub kontrolliert und passt damit perfekt zu einer Fahrweise, bei der man Kurvenausgänge trifft statt nur Geradeauswerte zu sammeln. Besonders in schnellen Kombinationen wirkt das Motorrad leicht und zielgenau, als würde es den Blick in die nächste Kurve direkt umsetzen. Beim harten Anbremsen bleibt sie stabil und transparent, was die Hemmschwelle senkt, später zu bremsen und früher einzulenken. Im Markt ist das die Ducati für alle, die zwischen Street Triple/890 Duke und den großen V4-Hämmern eine sportliche, aber nicht überfordernde Mitte suchen.
Im Middleweight-Streetfighter-Segment steht die Streetfighter V2 (2025) für Fahrer, die sportliche Ducati-DNA wollen, ohne gleich im V4-Overkill zu landen. Genau da passt sie rein: weniger „Stammtisch-PS“, mehr nutzbarer Punch und Kontrolle. Auf der Landstraße fühlt sie sich auffallend kompakt an, kippt willig in schnelle Wechsel und bleibt in langen Kurven stabil, ohne dieses nervöse „Hypernaked-Zerren“ am Lenker. Beim Rausbeschleunigen kommt das Drehmoment früh genug, um aus Spitzkehren sauber Druck aufzubauen, aber fein dosierbar, sodass der Hinterreifen nicht dauernd um Traktion bettelt. Beim Anbremsen liebe ich die Klarheit am Hebel: Bremspunkt setzen, einlenken, Lastwechsel – das Motorrad bleibt dabei „aufgeräumt“ und gibt Vertrauen. Gegen KTM 890 Duke R oder Triumph Street Triple R wirkt sie weniger krawallig, dafür erwachsener und präziser; wer den Vorgänger mochte, spürt hier den Schritt Richtung Alltagstempo mit Sportkante.
Für mich ist das die Streetfighter für echte Landstraßenfahrer: leicht, präzise und mit gut nutzbarem Druck statt reiner Spitzenleistung. Sie vermittelt viel Vertrauen am Kurveneingang und bleibt beim Rausbeschleunigen kontrollierbar. Wer maximale Brutalität will, greift zur V4. Wer Fahrfluss will, ist hier richtig.
Im Netz wird die 2025er Streetfighter V2 häufig als bewusst „straßenfreundlicher“ interpretiert: weniger Spitzenleistung, dafür ein leichteres, agileres Gesamtpaket, das sich für mehr Fahrer zugänglich anfühlt. Cycle World beschreibt sie als konsequent der Streetfighter-Formel treu, aber potenziell so alltagstauglich wie nie zuvor. 1000PS betont die Leichtfüßigkeit und die lineare, gut kontrollierbare Leistungsabgabe des neuen 890-cm³-V2, inklusive der Idee, dass viel Drehmoment schon früh anliegt und das Bike dadurch auf der Straße besonders gut funktioniert. Cycle News lobt vor allem das Handling und die Bremsstabilität und hebt hervor, dass sie im Vergleich zum bisherigen 955er-Konzept einfacher und komfortabler zügig zu fahren sei; gleichzeitig wird angemerkt, dass nicht jedes Detail (z. B. Bedienung/Schaltgefühl je nach Setup) perfekt wirkt und manche Komfortfeatures teils nur optional sind. In Summe entsteht ein klarer Tenor: weniger „Posterbike“, mehr präziser Fahrspaß, der im echten Straßenrhythmus überzeugt. Quelle ansehen