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Mit der Power Edition verpasst Suzuki der GSX-8S vor allem emotional den letzten Schliff. Der serienmäßige Akrapovič-Auspuff macht den Parallel-Twin akustisch präsenter und unterstreicht den Streetfighter-Auftritt, ohne den kultivierten Charakter des Motors zu zerstören. Im Alltag überzeugt die Suzuki durch ihre entspannte Ergonomie, die präzise Gasannahme und ein Fahrwerk, das auf kurvigen Landstraßen viel Sicherheit vermittelt. Die 83 PS reichen für kräftige Überholmanöver und zügige Kurvenausgänge, während die 202 Kilogramm beim Rangieren spürbar, in Fahrt aber gut verborgen sind. Gegenüber leichteren Rivalen wie der Yamaha MT-07 wirkt sie weniger verspielt, dafür stabiler und souveräner. Wer maximale Spitzenleistung sucht, findet bei der Honda CB750 Hornet oder KTM 790 Duke mehr Nachdruck, bekommt bei der Suzuki jedoch das rundere Gesamtpaket.
Agilität, Punch, Kontrolle, Charakter – genau diese vier Dinge prägen die ersten Meter mit der Suzuki GSX-8S Power Edition. Sie fällt sauber in die Kurve, bleibt beim Umlegen angenehm stabil und vermittelt schon früh viel Vertrauen. Der 270-Grad-Reihen-Twin liefert keinen explosiven Rennstrecken-Kick, sondern schiebt satt und berechenbar aus engen Kehren heraus. Das macht sie auf der Landstraße besonders stark: spät bremsen, sauber einlenken, früh ans Gas und mit ordentlich Druck aus dem Scheitelpunkt herausbeschleunigen. Die Bremsanlage lässt sich gut dosieren, während das Fahrwerk eher auf einen breiten Einsatzbereich als auf kompromisslose Härte ausgelegt ist. Gegenüber der Yamaha MT-07 wirkt die Suzuki erwachsener und spurstabiler, gegenüber der Honda CB750 Hornet weniger spitz, dafür charaktervoller im mittleren Drehzahlbereich. Die Power Edition legt mit der Akrapovič-Anlage emotional nach, ohne den alltagstauglichen Kern zu verändern.
Die Suzuki GSX-8S Power Edition ist kein radikales Spielzeug, sondern ein sehr gelungenes Straßenmotorrad mit echtem Charakter. Ihr Zweizylinder liefert genau dort Druck, wo Landstraßen Spaß machen, und das Fahrwerk verbindet Agilität mit Vertrauen. Der Akrapovič-Auspuff macht sie emotionaler, ohne ihre Alltagstauglichkeit zu opfern. Gegen MT-07, Hornet und Duke bleibt sie eine der ausgewogensten Optionen der Mittelklasse.
Die internationalen und deutschsprachigen Tests zeichnen ein bemerkenswert einheitliches Bild. MOTORRAD hebt die zugängliche Ergonomie, das unkomplizierte Fahrverhalten und den kräftigen, gut kontrollierbaren Antrieb hervor, sieht beim Gepäcktransport und beim Windschutz aber die typischen Grenzen eines Naked Bikes. ([motorradonline.de]) 1000PS lobt vor allem das agile Einlenken, den kräftigen Motor und den Quickshifter; auf der Rennstrecke wird die Suzuki als spaßig, aber nicht als kompromisslos sportlich beschrieben. ([1000ps.de]) MCNews bewertet den Motor als laufruhig, druckvoll und sauber abgestimmt und ordnet die GSX-8S eher als starkes Alltags- und Landstraßenmotorrad denn als scharfes Sportgerät ein. ([mcnews.com.au]) Auch Bike Review sieht die Stärke in der gleichmäßigen Leistungsentfaltung und im überzeugenden Gesamtwert gegenüber der Konkurrenz. Quelle ansehen