Mit 698 cm³ Hubraum und 70,1 PS tritt die SRT 700 SX in der beliebten Reiseenduro-Mittelklasse an, setzt ihren Schwerpunkt aber klar auf Straße und Tour. Der Zweizylinder läuft kultiviert und entwickelt aus niedrigen Drehzahlen genügend Druck, ohne den Fahrer mit hektischer Gasannahme zu beschäftigen. In Kurven überzeugt die QJ mit neutralem Einlenken und hoher Stabilität; auf engen Kehren verlangt das stattliche Gewicht allerdings Nachdruck und saubere Linienwahl. Die 19-Zoll-Front, das komfortable Fahrwerk und die reichhaltige Ausstattung machen sie zur entspannten Langstreckenpartnerin, während die 180 km/h Höchstgeschwindigkeit souveräne Autobahnetappen erlaubt. Gegen leichtere Konkurrenten wie die Ténéré 700 fehlt es an Offroad-Schärfe, gegen die V-Strom 800 an Leichtigkeit – dafür sind Koffer, Heizfunktionen und Touring-Komfort besonders überzeugend.
Die QJ Motor SRT 700 SX steht für eine neue Art von Mittelklasse-Adventure: weniger Prestigeobjekt, mehr sofort fahrfertiges Reisewerkzeug. Sie richtet sich an Fahrer, die lange Etappen, tägliches Pendeln und gelegentliche Schotterpassagen verbinden möchten, ohne für jedes sinnvolle Extra separat zu bezahlen. Auf der Straße wirkt sie erstaunlich erwachsen. Der Reihenzweizylinder liefert seinen Punch nicht aggressiv, sondern baut ihn sauber aus der Mitte auf – ideal, wenn man aus Kehren kontrolliert herausbeschleunigen möchte. Das hohe Gewicht spürt man beim Rangieren, während die Maschine in schnellen Kurven satt und stabil liegt. Die Bremsanlage bietet klare Bremspunkte, und die 19-Zoll-Front vermittelt auf schlechtem Asphalt viel Ruhe. Gegen Yamaha Ténéré 700 oder Suzuki V-Strom 800 wirkt die QJ weniger leichtfüßig und weniger geländefokussiert, kontert aber mit Ausstattung, Komfort und einem sehr vollständigen Gesamtpaket.
Wer eine unkomplizierte Reiseenduro mit kräftigem Zweizylinder, stabiler Straßenlage und kompletter Ausstattung sucht, findet in der SRT 700 SX ein starkes Angebot. Sie fährt sich gelassen, komfortabel und berechenbar, bleibt aber eher Tourer als Geländesportlerin. Das hohe Gewicht ist der größte Kompromiss. Dafür stimmt das Gesamtpaket: viel Komfort, brauchbarer Punch und ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die im Internet veröffentlichten Tests zeichnen ein überwiegend positives, aber nicht völlig unkritisches Bild. inSella hebt die umfangreiche Serienausstattung, den Reisekomfort und die Alltagstauglichkeit hervor, ordnet den Motor jedoch eher als solide denn als spektakulär ein. Der ÖAMTC sieht viel Motorrad fürs Geld, verweist aber darauf, dass bei Detailabstimmung und Bedienung nicht alles auf dem Niveau etablierter Marken liegt. 1000PS beschreibt die Motorleistung im Sattel als weniger eindrucksvoll, als es die Papierdaten vermuten lassen, lobt jedoch Ausstattung und gutmütiges Handling. ZA Bikers betont Stabilität, angenehme Leistungsentfaltung, Komfort und den ungewöhnlich vollständigen Lieferumfang. Dirt And Trail sieht die SRT vor allem als Straßen-Adventure mit Eignung für lange Schotterstraßen, nicht als harte Offroad-Maschine. Insgesamt gilt sie online als komfortable, wertige und preislich attraktive Alternative für Tourenfahrer. Quellen: moto.it; insella.it; global.qjmotor.com. Quelle ansehen